Praktischer Naturschutz

 

Anerkennung als landwirtschaftlicher Betrieb

 

Im Jahre 2005 stellte der Arbeitskreis bei der Landwirtschaftskammer NRW den Antrag zur Vergabe einer Unternehmensnummer, da wir viele Flächen zu bewirtschaften und zu pflegen haben. Dem Antrag wurde stattgegeben, somit ist der Arbeitskreis als landwirtschaftlicher Betrieb anerkannt.

 

Aktueller Bericht von Klaus Papius auf der Jahreshauptversammlung am 16.3.2011


AG “Praktischer Naturschutz” und
AG “Geschichte und Brauchtum”.


Bio- Garten: Begonnen haben wir 1983 mit ca. 1000 m². Heute hat der BIO- Garten eine Fläche von 14.000m². Wie schon in den vergangenen Jahren, treffen wir uns täglich um 9.oo Uhr am  Garten um die Tagesarbeiten zu besprechen. Gearbeitet wird bis 12.30 Uhr. Nachmittags, im Sommer, von ca. 15.oo Uhr bis ca.19.oo Uhr, sowie im Winter bis ca. 17.oo Uhr. Arbeitsgeräte und Maschinen werden auch am Bio- Garten gewartet.
Ein großes Ereignis, ist die jährliche Schafschur. In diesem Jahr, haben Kinder aus DRK Kindergärten Lünen und Datteln zugesehen. Auf einer Versuchfläche im BIO- Garten habe ich 3 Niederstammbäume, die in der Baumschule Gisebrecht veredelt wurden, gepflanzt. Es handelt sich hierbei um eine noch unbekannte aber wohlschmeckende Sorte. Die Edelreiser stammen von einem Bauernhof in Lünen- Süd.

Heckenschnitt: An der Obstwiese hinter dem Tierarzt Kersebohm, haben Klaus Heigis und ich 150 m Hecke geschnitten. Das Schnittgut wurde als “Benjeshecke” geschichtet.

Kopfweidenschnitt: Insgesamz wurden 43 Kopfweiden beschnitten. Das Astwerk wurde geschreddert und zum BIO- Garten gefahren. Das dicke Holz wirde am BIO- Garten gelagert. Zeitaufwand ca. 220 Std.

Wiesenmahd: 6,5 ha Wiese wurden mit dem Balkenmäher geschnitten.
Von zwei Wiesen wurde das Heu mit einem Leiterwagen abgefahren und auf dem Heuboden am BIO- Garten gelagert.
Das Heu von zwei weiteren Wiesen hat uns Ingbert Kersebohm zu 17 Rundballen gepresst. Das Mahdgut der Wiesen Overthun, Villa Bonin, Wethmarheide und Haus Oberfelde wurde verkompostiert.
                                    
Obstwiesen: 12 Streuobstwiesen werden von uns bewirtschaftet, 9 sind gepachtet (Stadt Lünen und Kreis Unna),
eine im Besitz des AK (Overthun), eine an der Realschule Horstmar und eine, über eine mündliche Vereinbarung mit dem Eigentümer, in Niederaden (Haus Oberfelde).
Insgesamt: 245 Hochstammbäume, davon 178 Apfelbäume (45 Sorten), 19 Birnenbäume (11 Sorten), der Rest setzt sich zusammen aus Kirschen, Pflaumen, Mirabelle, Pfirsich, Quitte,
Walnuss und Esskastanie. Alle Bäume sind in Grundrisse erfasst. Ein Apfelbaum auf der Wiese Overthun ist eingegangen (Wühlmausverbiss). Erwurde durch einen "Prinz-Albrecht-Apfel ersetzt.
Einige Zäune wurden instand gesetzt und Obstbäume geschnitten, Zeitaufwand ca. 160 Std.

NFG- Apfelsammeltage: 

An 3 Tagen haben wir Äpfel auf unseren Streuobstwiesen gesammelt. Insgesamt wurden 48z zur NFG geliefert. Da von der NFG ein neuer Vertragspartner für das Pressen der Äpfel gefunden werden musste, wurden in diesem Jahr nur 10,-€/dz ausgezahlt.

Apfelfest:  Am 25.09. feierten wir zum siebenten mal unser Apfelfest. Unter 19 verschiedenen Apelkuchen konnte in diesem Jahr ausgewählt werden. 80 kg Äpfel von unseren  Streuobstwiesen wurden verkauft. Die Einahmen von 120 € gingen als Spende an den AK. Wie schon in den vergangenen Jahren pressten die Kinder wieder Apfelsaft.

Baum des Jahres: Auch in diesem Jahr (28.10.) kamen wieder die 120 Schüler des Freiherr-v. -Stein-Gymnasiums ins Mühlenbachtal, um den Baum des Jahres, einen Bergahorn, zu pflanzen.                                          
                                  
Waldschule Cappenberg: Am 11.02. habe ich, wie schon in den vergangenen Jahren, die Amphibienhelferschulung durchgeführt.
                                
Weiterbildung: Der Schnitt von klein bleibenden Bäumen, war das Thema einer Fortbildung in der Baumschule Gisebrecht am 19.03.  Wer auch Interesse am Obstbaumschnitt hat, kann sich bei mir melden.

Landschaftswacht: Als Landschaftswart des Kreis Unna habe ich am 12.06. an einer Fortbildung teilgenommen.
Eine Katzenfutterstelle im Landschaftsschutzgebiet Tockhausen wurde nach Rücksprache mit der Stadt Lünen, der Unteren Landschaftsbehörde und dem Errichter, beseitigt.

Artenschutz Hohltaube: Manfred Scholz hat im vergangenen Winter 17 Hohltaubenkästen gebaut. Am 19.03. wurden die Kästen an drei Stellen und zwar im Wald gegenüber der Steag, in der Nähe vom BIO- Garten und im Mühlenbachtal aufgehängt. Kontrollergebnis am 31.01. und 10.02.: Eine  Hohltaubenbrut, ein Kasten mit Nistmaterial, ein Kasten als Schlafplatz einer Hohltaube, ein Kasten wurde vom Gartenrotschwanz angeflogen, ein Kasten mit einer Haselmaus im Winterschlaf.  

Vorträge und Wanderungen: Im Berichtszeitraum wurden 11 Vorträge gehalten mit den Schwerpunkten “Altes und Neues über den Apfel” und AK- Aktivitäten. Am 14.03. fand mit dem BUND Kreisverband Unna eine Wanderung durch das Mühlenbachtal statt. Am 30.05. war die Frühlingswanderung des AK. Am 06.07. eine naturkundliche Wanderung mit Kolping Herz Jesu Lünen in Netteberge sowie am 02.10. die Radwanderung mit Kolping Lünen- Süd durch das Mühlenbachtal. M. Scholz und H. Volmer führten zwei Radtouren über den Liperundweg durch.
                                           
Ortsheimatpflege ( Geschichte und Brauchtum): Die Ortsheimatpfleger trafen sich am 12.02. im Stadtarchiv zum Informationsgespräch. Am 22.04. besuchte ich als Vertreter des
AK die Jahreshauptversammlung des Stadtverband für Heimatpflege. Mit Herrn Rühle, vom Kreis Unna, trafen wir uns am 29.09. zu einem Gespräch über die Kartierung von Naturdenkmale.
Schloss Buddenburg: Die Ligusterhecke auf den Grundmauern des ehemaligen Schlosses haben
Klaus Heigis und ich am 15.11. geschnitten.

Schulgarten: Der Heckenschnitt am Schulgarten in Alstedde erfolgte am 27.02. und 17.09.
Vorschau auf 2012: Der Schulgarten besteht dann 25 Jahre.                                       

Weitere Aktivitäten: Bis Ende März werden noch Obstbäume geschnitten.
 
Amphibienschutz (Leitung Klaus Heigis)

Die Schutzzäune wurden am 13.3.10 an der Brambauerstraße und Brunnenstraße aufgebaut und am 3.4.10 wieder abgebaut. An der Brambauerstraße wurden 104 Erdkröten auf die andere Straßenseite gebracht, an der Brunnenstraße die bisherige Rekordzahl von 3045 Erdkröten.


AG Eulen, Turm- und Wanderfalken (Leitung Horst Napierski)

Schleiereulen: In 92 kontrollierten Eulenkästen brüteten 33 Brutpaare.
                      Es wurden 175 Jungvögel aufgezogen.
Steinkauz: In 103 kontrollierten Steinkauzröhren brüteten 38 Brutpaare.
                Es flogen 121 Jungvögel aus.
                3 Steinkauzpaare brüteten in Schleiereulenkästen.
                Davon war 1 Paar erfolgreich mit 3 Jungvögeln.
Turmfalke: 28 Turmfalkenkästen wurden kontrolliert
                 Die 14 Brutpaare zogen 62 Jungvögel auf.
                 5 Turmfalkenbrutpaare mit 22Jungvögeln haben in Schleiereulenkästen gebrütet.
Wanderfalken: Brutplatz STEAG- Kraftwerk 3 Junge,
                       Brutplatz Kraftwerk Heil ebenfalls 3 Junge