Aktuelles

Kulturstrolche wieder unterwegs

Am 25. und 26.6. waren Klaus Papius und Horst Störmer wieder mit den Kulturstrolchen unterwegs und zwar mit den Klassen 4b und 4c der Victoria-Schule. Die Kinder zeigten bei dem Spaziergang durch die heimische Natur großes Interesse und stellten viele Fragen.

Praktikant beim Arbeitskreis

 

 

Seit mehreren Jahren absolvieren bei uns Schüler des Freherr-vom-Sten-Gymnasiums ein Ökologie-Praktikum. In diesem Jahr ist es Jan Fomrath. In der Zeit vom 25.6. bis 6.7. lernt er bei uns die Naturschutzarbeit kennen. Zur Zeit setzt er sich bei der Heuernte für unsere kleine Schafherde ein. 

Schüler zu Gast bei unserem Imker

Am 3.6. waren die Schüler der 4. Klasse der Grundschule "Auf dem Kelm" auf unserer Obstwiese im Mühlenbachtal zu Gast. Hier hat der Imker Hüseyin Vukan seine Bienenvölker stehen. Sein interessanter Vortrag mit einem Einblick in das Bienenleben war für die Kinder spannend und sehr lehrreich. Sie stellten viele Fragen. Gleichzeitig konnten sie sehen wie erfolgreich die Bienen in diesem Jahr die Apfelbäume bestäubt haben. Die diesjährige Ernte wird dank der Bienen sicher gut ausfallen.

Insekteneldorado auf unserem Grundstück in der Lippeaue

Auf unserem Grundstück wachsen große Bestände der Nickenden Distel. Sie ziehen eine Vielzahl Insekten an, die man ansonsten nicht mehr oft findet. Achim Pflaume hat am 29.6. folgende Arten entdeckt: 5 Hummelarten (Steinhummel, Ackerhummel, Wiesenhummel, Dunkle- und Große Erdhummel). Dazu kommen die Honigbiene und 10 Schmetterlingsarten (Großer Kohlweißling, Pfauenauge, Distelfalter, Zitronenfalter, Großes Ochsenauge, Schornsteinfeger, Braunes Waldvögelchen, Dickkopffalter, Bläuling und Schwalbenschwanz). Und außerdem als große Besonderheit der Trauer-Rosenkäfer. Zwischen den Disteln jagen viele Libellen (Hufeisen Azurjungfern und Federlibellen(.

Weitere Nistkastenkontrollen

Am 28.6. wurden die Kontrollen von Manfred Scholz und Peter Wurm fortgesetzt.
In 7 Schleiereulenkästenkästen gab es 3 Bruten ( 1x3 Eier, 1x6 Junge und 2 Eier, 1x3 Junge und 1 Ei). Alle Jungvögel waren noch im Duhnenkleid.

Pflanzenvielfalt in der Lippeaue

Echtes Seifenkraut (Saponaria officinalis)
Auf unserem Grundstück in der Lippeaue wachsen Pflanzen, die nicht so oft vorkommen. Eine davon ist das Echte Seifenkraut (Sapomaria offinicalis). Achim Pflaume schreibt dazu:

Das Echte Seifenkraut ist ein Nelkengewächs. Abends strömt es einen nelkenähnlichen Duft aus. Wie der Name sagt enthält es Saponine, also waschaktive seifenähnliche Substanzen. Officinalis deutet an, dass es früher auch als Arzneipflanze genutzt wurde. Eine Abkochung der Pflanze, besonders der Wurzeln, ergibt eine sehr milde Waschlauge, die auch heute noch zum Waschen antiker Stoffe benutzt wird. Wegen dieser Nutzung ist die Pflanze ursprünglich als Gartenpflanze eingeführt worden. Als Zierpflanze wird auch eine Form mit gefüllten Blüten angepflanzt. Heute kommt sie wildwachsend z.B. an kiesigen oder sandigen Ufern vor, an Wegrändern, Bahndämmen usw. In Lünen wächst sie u.a. am Lippeufer auf unserem Grundstück, auch an der Konrad – Adenauer - Straße und im Schulgarten in Alstedde.
Neben dem Seifenkraut befinden sich auf unserem Grundstück besonders große Bstände an Nickender Distel, Knolligem Kälberkropf sowie Gelbe Wiesenraute, Schwanenblume und Gauklerblume.

 

Weitere Nistkastenkontrollen

Am 18.6. wurden die Kontrollen von Manfred Scholz und Peter Wurm in Selm, Bork und Nordlünen fortgesetzt.

In 4 Steinkauröhren fand keine Brut statt. In einer befand sich ein Wespennest, eine andere war vom Marder besetzt (Reste einer Amsel und Kot).

In 8 Schleiereulenkästen gab es 2 Bruten (1x3 Junge und 1 Ei, 1x5 Junge). Die Jungvögel waren noch klein im Duhnenkleid. In einem Kasten waren Eierschalenreste und frische Gewölle. In 3 weiteren Kästen befand sich ebenfalls frisches Gewölle.

Die 2 Turmfalkenkästen waren nicht besetzt.

Am Wegesrand standen diese beiden prächtigen Königskerzen. Nach Achim Pflaume handelt es sich dabei wahrschenlich um die "Prächtige Königskerze" (Verbascum speciosum).

Einflugloch sowie Gewölle in der Scheune

Schafschur am Bio-Garten

Wie jedes Jahr fand auch in diesem Jahr Anfang Juni die Schur der Schafe am Bio-Garten statt. Bisher führten es Klaus Papius und Klaus Heiges durch. In diesem Jahr wurde unser Imker Hüseyin Vukan in die Arbeit eingeführt. Gleichzeitig wurden auch die Klauen beschnitten und eine Wurmkur durchgeführt.

Gemütlicher Nachmittag am SGV-Heim

Unser jährliches Treffen am SGV-Heim in Netteberge fand am 9.6. statt. Bei Kaffee und Kuchen sowie anschließendem Grillen konnten viele Gespräche geführt werden. Wer wollte konnte auch die das Heim umgebende Natur genießen.

Zeitungsinterwiew zu unserem 40-jährigen Jubiläum

Anässlich unseres 40-jährigen Vereinsjubiläums haben wir am 8.6. einen Pressevertreter zu unserem Bio-Garten in Brambauer eingeladen. Erstellt wird eine Ton-Bild-Dokumentation über unsere Aktivitäten. Am heutigen Termin waren Jochen Heinrich (Schmetterlinge und Insekten), Klaus Papius (Obstwiesen). Manfred Scholz (Kopfweiden) und unser Imker Hüseyin Vukan beteligt. Das nächste Treffen findet an der "Alten Schule" in Alstedde statt. Wann die Dokumentation veröffentlicht wird werden wir noch mitteilen.

Nistkastenkontrollen

Am 1.6. und 4.6. kontrollierten Sabine Klemp, Manfred Scholz und Peter Wurm im Raum Bork, Selm Vinnum und Niederaden Nistkästen mit folgendem Ergebnis:

In 9 Steinkauzröhren brüteten 3 Brutpaare (1x2 Junge u. 3 Eier, 1x2 Junge u. 1 Ei, 1x2 Junge).

In 6 Schleiereulekästen war nur eine Brut mit 3 Jungen und 2 kalten Eiern, in 2 Kästen war frisches Gewölle. Es sieht bisher bei der Schleiereule nicht gut aus. Wahrscheinlich ist es auch ein schlechtes Mäusejahr.

In 5 Turmfalkenkästen brüteten 3 Brutpaare ( 1x5 Junge, 1x4 Junge und 1x1 Junges), eine 4. Brut war nach Aussage der Bewohner bereits ausgeflogen. Die Turmfalken scheinen sehr erfolgreich zu sein. 

 

Fahrradtour an der Lippe

Bei der Fahrradtour am 26.5. ging es von der Sesekemündung zum Hof Schulze-Wethmar und danach durch die Viktoriasiedlung wieder zurück. Eine Haltestation war das Bergsenkungsgebiet am Rotherbach in Beckinghausen. Es ist eine sehenswertes Gebiet.

Vogelkundliche Wanderung

Bei der vogelkundlichen Wanderung am 19.5. unter der Leitung von Achim Pflaume wurden 34 Arten beobachtet und zwar: Buchfink, Rotkehlchen, Zaunkönig, Mönchsgrasmücke, Heckenbraunelle, Zilpzalp, Amsel, Singdrossel, Misteldrossel, Star, Blaumeise, Kohlmeise, Sumpfmeise, Bachstelze, Eichelhäher, Elster, Rabenkrähe, Dohle, Ringeltaube, Mauersegler, Buntspecht, Grünspecht, Kuckuck, Sperber, Mäusebussard, Stockente, Graugans, Kanadagans, Nilgans, Graureiher, Zwergtaucher, Teichralle, Blässralle, Kormoran. Das war ein schöner Erfolg.

"Fischfang" auf der Fahrradtour

Auf unsere Fahrradtour enlang der Lippe am 13.5. konnten wir an einer "Fischfangaktion" am Fischaufstieg am Wehr an der STEAG teilnehmen. Im Augenblick werden die über die Fischtreppe aufsteigenden Fische in einem Fangkorb gefangen und ein Jahr lang jeden Tag von Anglern gezählt und die Fischart bestimmt. Damit will man mehr über die in der Lippe lebenden Fischarten erfahren. Heute waren es Rotaugen, ein Gründling und ein ca. 10 Jahre alter Döbel.

Blühende Robinien

Im Moment blühen überall die Robinien (falsche Akazien). Solche Blütenmassen wie in diesem Jahr kann man nur selten bei dieser Art sehen.

Fahrradtour zu den Obstwiesen

Zur Zeit stehen die Apfelbäume auf unseren Obstwiesen in voller Blüte. Auf einer Fahrradtour am 22.4. wurden sie besucht. Klaus Papius gab Informationen über die alten Apfelsorten und der Imker Hüseyin Vukan stellte seine Bienenvölker vor, die auf den Obstwiesen wichtige Bestäubungsaufgaben erfüllen damit es eine reiche Apfelernte gibt.

Kreisweite Kiebitzzählung im Kreis Unna

Am 07.04.2018 fand die Zählung der Kiebitze im Kreis Unna statt. Entsprechende Zahlen liegen nun aus den Jahren 1999, 2003, 2008, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017 und 2018 vor. Die Brutpaarzahl im Kreis Unna hat den niedrigsten Stand seit Beginn der Zählung erreicht. Auf dem Stadtgebiet von Lünen ist der absolute Tiefpunkt zu verzeichnen. Auch in diesem Jahr brütete in Lünen nur noch 1 Brutpaar in Brambauer. In nächster Zeit muss mit dem Erlöschen des Bestandes gerechnet werden. Die Koordination der Zählung hatte in Lünen wie auch bereits in den vergangenen Jahren Joachim Pflaume.


Kreis Unna                             Stadt Lünen

1999   380 BP                         1999   33 BP

2003   238 BP                         2003   34 BP

2008   251 BP                         2008   18 BP

2013   173 BP                         2013   24 BP
2014   169 BP                         2014   17 BP

2015   186 BP                         2015   17 BP

2016   165 BP                         2016     7 BP

2017   125 BP                         2017     1 BP

2018   108 BP                         2018     1 BP

10 weitere Nistkästen für den Feldsperling

Nachdem auf unserem Grundstück in der Lippeaue 2017 13 Paar Feldsperlinge gebrütet haben, wurden am 4.4. 10 weitere Nisthilfen aufgehängt in der Hoffnung, dass die Brutpaarzahl weiter erhöht werden kann. Schon einige Minuten später inspizierte ein Kohlmeisenpaar den Brutkasten auf seine Eignung als Brutgelegenheit. 

Ergebnisse der Erdkrötenwanderung 2018

Seit dem Jahr 2012 hatten wir nie so viele Erdkröten an der Brunnenstraße. Es waren in diesem Jahr 1337. Am 17.4. wurde der Krötenschutzzaun wieder abgebaut.

Gymnasium Altlünen legt neue Obstwiese an

Auf einer Wiese am Gymnasium Altlünen legten am 22.3. Schüler der Klasse 9d unter Mithilfe von Klaus Papius, Klaus Heigis, Paul Pawlowski, Günter Siedung und Peter Wurm eine Obstwiese mit 10 Apfelbäumen an. Es handelt sich um 7 verschiedene alte Sorten, die gepflanzt wurden. Die Obstwiese soll künftig in den Unterricht einbezogen und die Apfelbäume von den Schülern auch gepflegt werden. Die Aktion ist ein gutes Beispiel für die Kooperation zwischen Naturschutzvereinen und Schulen. 

Erdkröten wandern zu ihren Laichgewässern

Bei höheren Temperaturen und Regen setzt die Erdkrötenwanderung ein. An der Brunnenstraße hätten sie bei dem starken Verkehr keine Chance über die Straße zu ihrem Laichgewässer im Regenrückhaltebecken zu gelangen. Der Krötenschutzzaun schützt sie vor der tödlichen Falle.

Schreddern ist angesagt

Eine der letzten zu erledigenden Arbeiten neben dem Abtransport des dicken Holzes ist das Schreddern des dünnen Astwerks, sofern es nicht neben den Kopfweiden gestapelt werden kann. Ein Teil wird in Säcke geschreddert z.B. für den Wegebau im Bio-Garten. Der Rest kommt in die Hecke.

 

 

Wir haben schon einiges geschafft!

Konrolle der Hohltaubenkästen

Am 11.1. kontrollierten Klaus Papius, Joachim Pflaume und Manfred Scholz die Hohltaubenkästen. An der STEAG brüteten nur 2 Kohlmeisenpaare in den Brutkästen. Erstmalig fand keine Brut des Gartenrotschwanzes, sowie von Hohltauben statt.

An der Brunnenstraße waren alle Brutkästen nicht besetzt.

Im Mühlenbachtal waren die Hohltauben sehr erfolgreich. Das erste Mal konnten 4 Bruten festgestellt werden. Ein Brutpaar begann eine zweite, allerdings erfolglose Brut. Es lagen drei Eier im Brutkasten. In einem Hohltaubennistkasten befand sich eine höhere Schicht von ca. 5cm langen Holzstücken. Von wem sie stammen konnte nicht gesagt werden.

Nistkastenkontrolle im Heideblümchenpark

Folgenden Bericht schickt uns unser Mitglied Thorsten Prall:

Die Säuberung der Nistkästen im Heideblümchenpark in Alstedde brachte folgendes Ergebnis: 3 Kästen waren durch Kohlmeisen besetzt, eine Brut wurde nicht erfolgreich durchgeführt, hier lagen noch 7 Eier unbebrütet im Nest. 1 Kasten wurde von Blaumeisen besetzt, 1Kasten von einem Kleiberpaar. Zum ersten Mal wurde ein Baumläuferkasten (die Eingänge liegen an der Seite) von einem Gartenbaumläuferpaar zum Brüten benutzt. Ein Nistkasten wurde von Hornissen besetzt und einer der drei großen Hohltaubenkästen wurde wieder von einem Eichhörnchen belegt. Das Eichhörnchen hat auch Junge großgezogen, eines lag leider tot im Nest.
 
Das Ergebnis zeigt, dass der Heideblümchenpark auch für unterschiedliche Tierarten attraktiv ist, was auch die Fledermausbeobachtungen beweisen. Das Vereinsmitglied Rainer Nowak hat im Park folgende Fledermausarten bei Nahrungsflügen festgestellt: Zwergfledermaus, Breitflügelfledermaus, Braunes Langohr und Abendsegler. An der Außenfassade eines Wohnhauses direkt angrenzend am Heideblümchenpark konnte Rainer Nowak eine Zwergfledermauskolonie bestehend aus mindestens 250 Tieren beim abendlichen Abflug feststellen! Hier wurden im Sommer auch 4 Zwergfledermäuse in die Freiheit entlassen, welche zuvor in einer Aufzuchtstation hochgepäppelt wurden.

Erfolgreiche Kontrolle der Nistkästen in der Lippeaue

Am 8.1. kontrollierten Achim Pflaume und Manfred Scholz die Nistkästen auf unserem Grundstück in der Lippeaue. In den 28 aufgehängten Nistkästen brüteten 13 Paar Feldsperlinge und 7 Paar Meisen. In 6 Kästen konnte die brütende Art nicht ermittelt werden. Nur 1 Nistkasten (kleines Einflugloch) sowie die Halbhöhle waren nicht besetzt. Dank der 10 im vorigen Jahr aufgehängten Schwegler-Nistkästen konnte der Brutbestand des Feldsperlings von 2016 mit 9 Paaren auf 13 Brutpaare gesteigert werden. Das Nest der Feldsperlinge erkennt man an den vielen eingetragenen Federn (siehe Foto). Die Feldsperlinge bilden auf unserem Grundstück dank der Nistkästen eine Brutkolonie von beachtlicher Größe.

Goldmedaille für Honig aus Brambauer

Der Imker Hüseyin Vuran aus Lünen-Brambauer, der auch Mitglied des Arbeitskreises ist, hat bei der Honigbewertung des Westfälischen und Lippischen Imkerverbandes für seinen Sommerhonig mit der Höchstpunktzahl eine Goldmedaille errungen. Wir gratulieren ihm zu diesem tollen Erfolg. Seine Bienenvölker stehen auch auf unseren Obstwiesen. Es lohnt sich also, seinen Honig bei uns am Bio-Garten zu erwerben.

Interessanter Vortrag beim AK-Treff

Einen sehr interessanten und informativen Vortrag hielt am 16.11. Dr. Goetz Loos über Pflanzenarten, die seit längerer Zeit bzw. erst neu bei uns eingewandert sind und sich ausgebreitet haben.

Ergebnisse der Apfelsammelaktion 2017

Die Frostschäden in diesem Jahr haben die Apfelernte stark beeinflusst. Insgesamt konnten wir nur 1560kg bei der NFG abliefern. Es war das bisher schlechteste Ergebnis. In diesem Jahr haben wir auch wieder bei der Fa. Schenk in Herbern Apfelsaft pressen lassen. Aus 500kg Äpfeln wurden  265 Litern Apfelsaft. 1,9kg Äpfel ergaben 1 Liter Apfelsaft. Insgesamt konnten 53 5-Liter-Kartons gefüllt werden. Wir hoffen, dass uns der Wettergott im nächsten Jahr besser gesonnen ist und die Apfelernte wieder erfolgreicher wird.

Apfelsaft im 5-Liter-Karton

In diesem Jahr gibt es wieder Apfelsaft von Streuobstwiesen aus Brambauer in 5-Liter-Kartons. Abzuholen ist er am Bio-Garten, Hasenweg 2, in Brambauer für 7 Euro. Vorher bitte bei Klaus Papius unter 0171 91 31 806 melden.

 

Baumpflanztag des Gymnasiums

Wie jedes Jahr haben die 5. Klassen des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums auch in diesem Jahr in Lippholthausen den Baum des Jahres 2017, eine Fichte gepflanzt. Es ist keine bei uns heimische Baumart. Vor allem in den Mittelgebirgen wurde sie wegen des hohen Holzbedarfs und der kurzen Umtriebszeit großflächig als Monokultur angepflanzt. Deswegen ist sie auch besonders anfällig gegen Sturm und den Borkenkäfer. Es gibt den Spruch: „Willst du den Wald vernichten pflanze Fichten“. Heute bemüht man sich Mischwälder anzulegen, die widerstandsfähiger sind und ökologisch wertvoller.

WDR filmt in unserer Obstwiese

Am Donnerstag, den 7.9. kam ein Aufnahmeteam des WDR auf unsere Obstwiese im Mühlenbachtal bei Brambauer. Das Team filmte uns bei der Apfelernte und liß sich ausführlich über den Schutz von Streuobstwiesen, von alten Apfelsorten und über die Pflege der Apfelbäume informieren.

Es war spannend, sie bei ihrer Arbeit zu beobachten.

Die Sendung kommt am Montag, den 11. September in der Lokalzeit Dortmund.

Unser Info-Stand am 11.6. in der Fußgängerzone war zwar wie man sieht nicht überlaufen. Trotzdem haben wir einige interessante Gespräche geführt.

"Wildpferde" in der Lippeaue

Seit dem Sommer 2016 findet in der Lippeaue in Lünen ein Beweidungsprojekt mit Pferden statt. Auf der Südseite der Lippeaue unterhalb des Steag-Kühlturms weiden 4 Konik-Pferde. Koniks (polnisch= Pferdchen) sind eine robuste wildpferdähnliche Pferderasse. Die letzten echten Wildpferde in Polen wurden bei Bialowieza eingefangen und in Gehegen gehalten. 1806 wurden sie an die Bauern der Umgebung verteilt, die sie mit ihren Pferden kreuzten. Ab 1936 versuchte man, aus diesen Tieren das Wildpferd zurückzuzüchten. So entstanden die heutigen Koniks. Sie stellen aber natürlich kein echtes Wildpferd dar, sondern sind letztlich eine “Abbildungszüchtung”.

Auch in Deutschland fand unter den Brüdern Heck (beide waren Zoo-Direktoren) ein solches Zuchtprojekt statt. Sie nannten ihre Pferde Tarpan. So hießen in Russland die Wildpferde. Auch diese Zuchtlinie geht zum Teil auf polnische Koniks zurück und ist von diesen kaum zu unterscheiden.

Koniks und Heckrinder (Abbildungszucht des Auerochsen) werden gern für solche Beweidungsprojekte eingesetzt. Ziel ist es, halboffene Weidelandschaften zu entwickeln, wie sie früher in Europa weit verbreitet waren. Diese Rassen bleiben ganzjährig auf der Weide und übernehmen hier die Rolle, die ursprünglich Auerochsen und Wildpferde spielten. Die waren durch ihre Fraßtätigkeit durchaus Landschaftsgestalter. Diese Prozesse der “Naturentwicklung” sollen hier wieder stattfinden.

Doldiger Milchstern

Ende Mai sieht man an einigen Stellen in Lünen diese besonders dekorativen Blüten, z.B. am Lippedamm Richtung Alstedde. Es sind die Blüten des Doldigen Milchsterns. Die Blüten stehen nie alleine, sondern immer in kleinen Gruppen, da die Zwiebeln mit der Zeit viele Brutzwiebeln bilden. Diese Art ist ein sogenannter Archaeophyt, also eine Pflanze, die bei uns nicht ursprünglich heimisch aber schon vor Jahrhunderten eingebürgert ist. Ihre Heimat liegt im westlichen Mittelmeergebiet. Vermutlich wurde sie als Zierpflanze bei uns eingeführt. Heute wächst sie besonders in alten Parkrasen, in Gebüschen usw. Im zeitigen Frühjahr fallen die dichten Horste aus dunkelgrünen Blättern mit einer weißen Mittellinie auf, z. B. entlang der Moltkestraße. Viele dieser Bestände kommen aber nicht zum Blühen.

Hier kann man unsere Forderungen zur Kommunalwahl downloaden:

Forderungen des Naturschutzes.pdf
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