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Jugendstilvillen in Cappenberg droht der Abriss

Aus der Presse war zu erfahren, dass man die Jugendstilvillen Borker Str. 14 und 16 in Cappenberg abreißen und dort Neubauten errichten will.

Beide Häuser gehören wie das Schloss Cappenberg und der Wasserturm zum historischen Ortsbild Cappenbergs. Sie prägen das westliche Ortseingangsbild . Die Erhaltung solcher markanten Bauten hilft dem Bürger, sich mit seinem Wohnort zu identifizieren.  In Cappenberg sind auf Grund umfangreicher neuer Bebauungen nur noch wenige historische Reste des Ortskerns erhalten. Beide Villen, die etwa zwischen 1904 und 1906 erbaut wurden, haben  gemeinsam mit der Villa Janssen, die ein paar Häuser weiter steht, eine lange Geschichte, die den älteren Bürgern Cappenbergs noch bekannt ist.

 Im Ruhrgebiet und an seinen Rändern gibt es nach dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr viele Jugendstilvillen dieser Qualität, die außen praktisch noch unverändert im Originalzustand erhalten sind.

Bisher wurden die Häuser nicht unter Denkmalschutz gestellt, aber nur so lassen sie sich langfristig sichern. Deshalb hat Sabine Klemp vom Arbeitskreis in Selm den Antag gestellt, beide Häuser als Baudenkmäler zu schützen.  Obwohl der Arbeitskreis normalerweise nur im Stadtgebiet Lünen tätig wird, gibt es in diesem Fall ein berechtigtes Interesse auch als Lüner Bürger, sich für den Erhalt des historischen Ortsbildes von Cappenberg einzusetzten, da Cappenberg und die anschließenden Wälder eines der wichtigsten Naherholungsgebiete für die Lüner darstellen.

 

Große Uferschwalbenkolonie an unserer Steilwand

In diesem Jahr haben sich besonders viele Uferschwalben an der Steilwand auf unserem Grundstück in der Lippeaue angesiedelt. Es waren wahrscheinlich mindestens 40 Paare, die hier in den Bruthöhlen gebrütet haben.

Jungstörche flügge

 

 

 

Auch in diesem Jahr hat das Storchenpaar in der Lippeaue erfolgreich gebrütet. Ursprünglich waren es drei Junge. Eins davon hat nicht überlebt. Die beiden haben es aber gut geschafft und sind am 16.7. ausgeflogen.

Kontrollergebnisse 2020 Schleiereule, Steinkauz, Turmfalke

Bereiche: Alstedde, Nordlünen, Wethmar, Langern  Niederaden, Bork, Selm,
                Netteberge, Herbern, Waltrop (Oberlippe, Unterlippe), Elmenhorst

Kontrolliert haben: Willi Dickhöfer, Sabine und Dieter Klemp, Reiner Homann, Paul Pawlowski

6 Kontrolltage: 27.5., 5.6., 10.6., 15.6., 17.6., 20.6.

 

Steinkauz: 22 Steinkauzröhren, davon 12 kontrolliert, 4 erfolgreiche Bruten (1x 3, 1x2, 1x
                  brütend,1x2 Eierschalen), 8 Brutröhren leer, 1 defekt, bei 9 Röhren keine Kontrolle
                  möglich, hauptsächlich wegen Eichenprozessionsspinner
                                         
Von 12 kontrollierten Röhren waren nur 4 besetzt. Die trockenen Jahre machen ihm sicher zu schaffen, da dann seine Hauptnahrung, die Regenwürmer, zu tief im Boden sind.                                                                                                                                                             

Schleiereule: 40 Schleiereulenkästen, 11 erfolgreiche Bruten (1x6 Junge, 1x5, 1x4, 1x2,
                      1x1 Junges+3 Eier, 1x9 Eier, 1x7 Eier, 2x5 Eier, 2x Brutverdacht), 1 Kasten Taubenbrut
                      mit 2 Jungen, 12 Kästen leer

Die Brutsaison hat teilweise später als im Vorjahr eingesetzt und war eigentlich ganz günstig. Von 24 kontrollierten Kästen waren 11 besetzt, bei 16 Kästen keine Kontrolle möglich, teilweise zu kurze Leiter                                                                                                                                                                                                                                                                                                

Turmfalke:  9 Turmfalkenkästen, 3 erfolgreiche Bruten (1x6 Junge, 1x4, 1x besetzt), 6 Kästen leer
Mit nur 3 erfolgreichen Bruten war es kein sehr erfolgreiches Jahr für denTurmfalken.

Einflugloch für die Schleiereule              Steinkauzröhre                        Junge Turmfalken

Blühender Sesekedeich

Der Sesekedeich in Schwansbell gegenüber dem Sportplatz ist zur Zeit eine Augenweide. So eine üppige Mohnblumenblüte sieht man selten. Leider werden Deichflächen und öffentliche Grünflächen zu früh und zu oft gemäht, so dass sich die Pflanzen gar nicht erst entwickeln können. Ein Umdenken würde öfter zu solchen Bildern führen, wie sie zur Zeit in Schwansbell zu bewundern sind.

Storchennachwuchs ist da

 

 

 

Heute, am 13.5. entdeckte Achim Pflaume auf dem Horst an unserem Grundstück in der Lippeaue drei kleine Köpfchen. Nachdem das Paar im vorigen Jahr zwei Jungvögel erfolgreich großgezogen hat, ist es in diesem Jahr eine beachtliche Steigerung. Wir hoffen, dass die Altvögel genug Nahrung beschaffen können.

 

Beobachtungen auf der Obstwiese

Nicht nur auf der Obstwiese an der Achenbachstr. in Brambauer kann man zur Zeit die Vielfalt der Natur entdecken. 

           Kirschbaumblüte                            Aurorafalter und Wiesenschaumkraut 

    Apfelblüte mit Bestäuber                 Echte Sternmiere                    Farbiges Leimkraut

           Beerenwanze                   Graubinden Labkrautspanner                Waldbrettspiel

                                                                                                                               Fotos Dickhöfer

Zaunreparatur auf unserem Grundstück in der Lippeaue

Am 25.4. wurde der Zaun auf unserem Grundstück erneuert, damit die Rinder nicht in die angrenzende Brache gelangen können. Die Vegetation kann sich hier nun frei entwickeln.

Blässrallen brüten auf unserem Grundstück

Auf den beiden Teichen auf unserem Grundstück in der Lippeaue brütet je ein Paar Blässrallen. Es ist zwar keine Rarität, trotzdem erfreulich.

Buntspecht im Volkspark Schwansbell

Bei der Brutvogelkartierung im Volkspark Schwansbell zeigte sich dieser Buntspecht von seiner besten Seite.

Keine Kiebitzbrut mehr in Lünen

Am 04.04.2020 fand die Zählung der Kiebitze im Kreis Unna statt. Entsprechende Zahlen liegen nun aus den Jahren 1999, 2003, 2008, und von 2013 bis 2020 vor. Die Brutpaarzahl im Kreis Unna hat den niedrigsten Stand seit Beginn der Zählung erreicht. Auf dem Stadtgebiet von Lünen ist der Brutbestand erloschen. Die Koordination der Zählung hat in Lünen Joachim Pflaume. Ein ähnliches Schicksal wird wohl bald die Feldlerche haben.


Kreis Unna                             Stadt Lünen

1999   380 BP                         1999   33 BP

2003   238 BP                         2003   34 BP

2008   251 BP                         2008   18 BP

2013   173 BP                         2013   24 BP
2014   169 BP                         2014   17 BP

2015   186 BP                         2015   17 BP

2016   165 BP                         2016     7 BP

2017   125 BP                         2017     1 BP

2018   108 BP                         2018     1 BP

2019     95 BP                         2019     1 BP

2020     54 BP                         2020     0 Bp

 

Ungewöhnlicher Neststandort der Elster

Normalerweise errichtet die Elster ihr Nest in Bäumen. In Nähe des Altlüner Gymnasiums wählte sie dagegen einen Balken im Giebel eines Mehrfamilienhauses.

Brutvogelkartierung im Volkspark Schwansbell

Es wurde die Befürchtung geäußert, dass im Volkspark Schwansbell "aufgeräumt" werden soll, um eine bessere Sicht  und eine parkähnnliche Landschaft zu erhalten. Dafür müsste man das Unterholz entfernen. So eine Maßnahme wäre nicht nur für die Vogelwelt katastrophal. Aus diesem Grund haben wir am 14.3. unter der Leitung von Joachim Pflaume mit der Kartierung des Brutvogelbestandes begonnen, um auf die Bedeutung dieses Gebietes hinzuweisen.

Der neue Vorstand des Arbeitskreises

Auf unserer Jahreshauptversammlung am 12.3. wurde der Vorstand neu gewählt. Zum ersten Vorsitzenden wurde Willi Dickhöfer (zweiter von rechts), zum Kassierer Andreas Lips (rechts) gewählt. Das Amt der zweiten Vorsitzenden bekleiden weiterhin Sabine Klemp und Klaus Papius (erste und zweiter von links). Ebenfalls im Amt bestätigt wurde die Schriftführerin Bärbel Maczkowski (Mitte).

Arbeitseinsatz auf unserem Grundstück in der Lippeaue

Am 3.3. mussten einige morsche Zaunpfähle erneuert werden damit die Rinder nicht unmittelbar an den Teich bzw. in die Hecken hineinlaufen können. Der Teich war schon lange nicht mehr so gefüllt. Die Amphibien werden sich freuen.

Das Storchenpaar ist wieder da

 

 

 

Das Storchenpaar aus dem Vorjahr ist Ende Februar wieder an seinen Brutplatz auf dem Hochsitz in der Lippeaue zurückgekehrt. Hoffentlich ist es wieder so erfolgreich wie im letzten Jahr, als es 2 Junge erfolgreich aufzog.

Erdkrötenwanderung kann beginnen

Bei wärmeren Nachttemperaturen kann die Wanderung der Erdkröten zu ihren Laichgewässern einsetzen. Aus diesem Grund haben wir am 20.2. den Schutzzaun an der Brunnenstraße gegenüber der Schlossmühle aufgebaut. Jeden Tag erfolgt nun die Kontrolle ob sich Erdkröten in den eingegrabenen Eimern befinden.

 

Mehlschwalben in die Innenstadt zurück holen!

Noch vor 15 Jahren gehörten die flitzenden blauweißen Mehlschwalben am Himmel in der Innenstadt zum Stadtbild.

Inzwischen sind sie dort weitgehend verschwunden. Das Insektensterben, aber auch mangelnde Nistmöglichkeiten, führten zu einem Rückgang der Schwalbenpopulation.

Mehlschwalben kleben ihre Nester mit Lehm- und Schlammteilchen unter die Dachtraufen an Hauswände. Mancher Hausbesitzer hat die Nester abschlagen lassen, weil ihn die Kotspritzer der Schwalben störten. Inzwischen gibt es aber bei manchen Bürgern ein Umdenken. So wurden Mehlschwalben im Brusenkamp II wieder heimisch, weil Hausbesitzer Kunstnester an ihrem Giebel anbringen ließen. Auch der Bauverein hat am Wiesengrund in vorbildlicher Weise an seinen Häuserblocks Nester montieren lassen, die von den Vögeln auch angenommen wurden.

Nun erklärte er sich auf Anfrage des Arbeitskreises für Umwelt und Heimat bereit, am Lippezentrum in der Innenstadt Kunstnester anzubringen. Für diese Aktion spendete der Arbeitskreis auch Nester. Sie wurden am Mittwoch, den 05. Feb. 2020 montiert. Weil Mehlschwalben sich besonders gerne in der Nähe von Gewässern aufhalten, bleibt zu hoffen, dass sie sich hier am Lippeufer bald wieder ansiedeln.

 

Forderungen des Naturschutzes.pdf
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