Aktuelles

Kreisweite Kiebitzzählung im Kreis Unna

Am 07.04.2018 fand die Zählung der Kiebitze im Kreis Unna statt. Entsprechende Zahlen liegen nun aus den Jahren 1999, 2003, 2008, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017 und 2018 vor. Die Brutpaarzahl im Kreis Unna hat den niedrigsten Stand seit Beginn der Zählung erreicht. Auf dem Stadtgebiet von Lünen ist der absolute Tiefpunkt zu verzeichnen. Auch in diesem Jahr brütete in Lünen nur noch 1 Brutpaar in Brambauer. In nächster Zeit muss mit dem Erlöschen des Bestandes gerechnet werden. Die Koordination der Zählung hatte in Lünen wie auch bereits in den vergangenen Jahren Joachim Pflaume.


Kreis Unna                             Stadt Lünen

1999   380 BP                         1999   33 BP

2003   238 BP                         2003   34 BP

2008   251 BP                         2008   18 BP

2013   173 BP                         2013   24 BP
2014   169 BP                         2014   17 BP

2015   186 BP                         2015   17 BP

2016   165 BP                         2016     7 BP

2017   125 BP                         2017     1 BP

2018   108 BP                         2018     1 BP

10 weitere Nistkästen für den Feldsperling

Nachdem auf unserem Grundstück in der Lippeaue 2017 13 Paar Feldsperlinge gebrütet haben, wurden am 4.4. 10 weitere Nisthilfen aufgehängt in der Hoffnung, dass die Brutpaarzahl weiter erhöht werden kann. Schon einige Minuten später inspizierte ein Kohlmeisenpaar den Brutkasten auf seine Eignung als Brutgelegenheit. 

Erdkrötenwanderung ist voll im Gange

Bis zum 3.4. wurden insgesamt schon 1152 Erdkröten über die Brunnenstraße zu ihrem Laichgewässer getragen.

Gymnasium Altlünen legt neue Obstwiese an

Auf einer Wiese am Gymnasium Altlünen legten am 22.3. Schüler der Klasse 9d unter Mithilfe von Klaus Papius, Klaus Heigis, Paul Pawlowski, Günter Siedung und Peter Wurm eine Obstwiese mit 10 Apfelbäumen an. Es handelt sich um 7 verschiedene alte Sorten, die gepflanzt wurden. Die Obstwiese soll künftig in den Unterricht einbezogen und die Apfelbäume von den Schülern auch gepflegt werden. Die Aktion ist ein gutes Beispiel für die Kooperation zwischen Naturschutzvereinen und Schulen. 

Erdkröten wandern zu ihren Laichgewässern

Bei höheren Temperaturen und Regen setzt die Erdkrötenwanderung ein. An der Brunnenstraße hätten sie bei dem starken Verkehr keine Chance über die Straße zu ihrem Laichgewässer im Regenrückhaltebecken zu gelangen. Der Krötenschutzzaun schützt sie vor der tödlichen Falle.

Schreddern ist angesagt

Eine der letzten zu erledigenden Arbeiten neben dem Abtransport des dicken Holzes ist das Schreddern des dünnen Astwerks, sofern es nicht neben den Kopfweiden gestapelt werden kann. Ein Teil wird in Säcke geschreddert z.B. für den Wegebau im Bio-Garten. Der Rest kommt in die Hecke.

 

 

Wir haben schon einiges geschafft!

Konrolle der Hohltaubenkästen

Am 11.1. kontrollierten Klaus Papius, Joachim Pflaume und Manfred Scholz die Hohltaubenkästen. An der STEAG brüteten nur 2 Kohlmeisenpaare in den Brutkästen. Erstmalig fand keine Brut des Gartenrotschwanzes, sowie von Hohltauben statt.

An der Brunnenstraße waren alle Brutkästen nicht besetzt.

Im Mühlenbachtal waren die Hohltauben sehr erfolgreich. Das erste Mal konnten 4 Bruten festgestellt werden. Ein Brutpaar begann eine zweite, allerdings erfolglose Brut. Es lagen drei Eier im Brutkasten. In einem Hohltaubennistkasten befand sich eine höhere Schicht von ca. 5cm langen Holzstücken. Von wem sie stammen konnte nicht gesagt werden.

Nistkastenkontrolle im Heideblümchenpark

Folgenden Bericht schickt uns unser Mitglied Thorsten Prall:

Die Säuberung der Nistkästen im Heideblümchenpark in Alstedde brachte folgendes Ergebnis: 3 Kästen waren durch Kohlmeisen besetzt, eine Brut wurde nicht erfolgreich durchgeführt, hier lagen noch 7 Eier unbebrütet im Nest. 1 Kasten wurde von Blaumeisen besetzt, 1Kasten von einem Kleiberpaar. Zum ersten Mal wurde ein Baumläuferkasten (die Eingänge liegen an der Seite) von einem Gartenbaumläuferpaar zum Brüten benutzt. Ein Nistkasten wurde von Hornissen besetzt und einer der drei großen Hohltaubenkästen wurde wieder von einem Eichhörnchen belegt. Das Eichhörnchen hat auch Junge großgezogen, eines lag leider tot im Nest.
 
Das Ergebnis zeigt, dass der Heideblümchenpark auch für unterschiedliche Tierarten attraktiv ist, was auch die Fledermausbeobachtungen beweisen. Das Vereinsmitglied Rainer Nowak hat im Park folgende Fledermausarten bei Nahrungsflügen festgestellt: Zwergfledermaus, Breitflügelfledermaus, Braunes Langohr und Abendsegler. An der Außenfassade eines Wohnhauses direkt angrenzend am Heideblümchenpark konnte Rainer Nowak eine Zwergfledermauskolonie bestehend aus mindestens 250 Tieren beim abendlichen Abflug feststellen! Hier wurden im Sommer auch 4 Zwergfledermäuse in die Freiheit entlassen, welche zuvor in einer Aufzuchtstation hochgepäppelt wurden.

Erfolgreiche Kontrolle der Nistkästen in der Lippeaue

Am 8.1. kontrollierten Achim Pflaume und Manfred Scholz die Nistkästen auf unserem Grundstück in der Lippeaue. In den 28 aufgehängten Nistkästen brüteten 13 Paar Feldsperlinge und 7 Paar Meisen. In 6 Kästen konnte die brütende Art nicht ermittelt werden. Nur 1 Nistkasten (kleines Einflugloch) sowie die Halbhöhle waren nicht besetzt. Dank der 10 im vorigen Jahr aufgehängten Schwegler-Nistkästen konnte der Brutbestand des Feldsperlings von 2016 mit 9 Paaren auf 13 Brutpaare gesteigert werden. Das Nest der Feldsperlinge erkennt man an den vielen eingetragenen Federn (siehe Foto). Die Feldsperlinge bilden auf unserem Grundstück dank der Nistkästen eine Brutkolonie von beachtlicher Größe.

Goldmedaille für Honig aus Brambauer

Der Imker Hüseyin Vuran aus Lünen-Brambauer, der auch Mitglied des Arbeitskreises ist, hat bei der Honigbewertung des Westfälischen und Lippischen Imkerverbandes für seinen Sommerhonig mit der Höchstpunktzahl eine Goldmedaille errungen. Wir gratulieren ihm zu diesem tollen Erfolg. Seine Bienenvölker stehen auch auf unseren Obstwiesen. Es lohnt sich also, seinen Honig bei uns am Bio-Garten zu erwerben.

Interessanter Vortrag beim AK-Treff

Einen sehr interessanten und informativen Vortrag hielt am 16.11. Dr. Goetz Loos über Pflanzenarten, die seit längerer Zeit bzw. erst neu bei uns eingewandert sind und sich ausgebreitet haben.

Ergebnisse der Apfelsammelaktion 2017

Die Frostschäden in diesem Jahr haben die Apfelernte stark beeinflusst. Insgesamt konnten wir nur 1560kg bei der NFG abliefern. Es war das bisher schlechteste Ergebnis. In diesem Jahr haben wir auch wieder bei der Fa. Schenk in Herbern Apfelsaft pressen lassen. Aus 500kg Äpfeln wurden  265 Litern Apfelsaft. 1,9kg Äpfel ergaben 1 Liter Apfelsaft. Insgesamt konnten 53 5-Liter-Kartons gefüllt werden. Wir hoffen, dass uns der Wettergott im nächsten Jahr besser gesonnen ist und die Apfelernte wieder erfolgreicher wird.

Apfelsaft im 5-Liter-Karton

In diesem Jahr gibt es wieder Apfelsaft von Streuobstwiesen aus Brambauer in 5-Liter-Kartons. Abzuholen ist er am Bio-Garten, Hasenweg 2, in Brambauer für 7 Euro. Vorher bitte bei Klaus Papius unter 0171 91 31 806 melden.

 

Baumpflanztag des Gymnasiums

Wie jedes Jahr haben die 5. Klassen des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums auch in diesem Jahr in Lippholthausen den Baum des Jahres 2017, eine Fichte gepflanzt. Es ist keine bei uns heimische Baumart. Vor allem in den Mittelgebirgen wurde sie wegen des hohen Holzbedarfs und der kurzen Umtriebszeit großflächig als Monokultur angepflanzt. Deswegen ist sie auch besonders anfällig gegen Sturm und den Borkenkäfer. Es gibt den Spruch: „Willst du den Wald vernichten pflanze Fichten“. Heute bemüht man sich Mischwälder anzulegen, die widerstandsfähiger sind und ökologisch wertvoller.

WDR filmt in unserer Obstwiese

Am Donnerstag, den 7.9. kam ein Aufnahmeteam des WDR auf unsere Obstwiese im Mühlenbachtal bei Brambauer. Das Team filmte uns bei der Apfelernte und liß sich ausführlich über den Schutz von Streuobstwiesen, von alten Apfelsorten und über die Pflege der Apfelbäume informieren.

Es war spannend, sie bei ihrer Arbeit zu beobachten.

Die Sendung kommt am Montag, den 11. September in der Lokalzeit Dortmund.

Unser Info-Stand am 11.6. in der Fußgängerzone war zwar wie man sieht nicht überlaufen. Trotzdem haben wir einige interessante Gespräche geführt.

"Wildpferde" in der Lippeaue

Seit dem Sommer 2016 findet in der Lippeaue in Lünen ein Beweidungsprojekt mit Pferden statt. Auf der Südseite der Lippeaue unterhalb des Steag-Kühlturms weiden 4 Konik-Pferde. Koniks (polnisch= Pferdchen) sind eine robuste wildpferdähnliche Pferderasse. Die letzten echten Wildpferde in Polen wurden bei Bialowieza eingefangen und in Gehegen gehalten. 1806 wurden sie an die Bauern der Umgebung verteilt, die sie mit ihren Pferden kreuzten. Ab 1936 versuchte man, aus diesen Tieren das Wildpferd zurückzuzüchten. So entstanden die heutigen Koniks. Sie stellen aber natürlich kein echtes Wildpferd dar, sondern sind letztlich eine “Abbildungszüchtung”.

Auch in Deutschland fand unter den Brüdern Heck (beide waren Zoo-Direktoren) ein solches Zuchtprojekt statt. Sie nannten ihre Pferde Tarpan. So hießen in Russland die Wildpferde. Auch diese Zuchtlinie geht zum Teil auf polnische Koniks zurück und ist von diesen kaum zu unterscheiden.

Koniks und Heckrinder (Abbildungszucht des Auerochsen) werden gern für solche Beweidungsprojekte eingesetzt. Ziel ist es, halboffene Weidelandschaften zu entwickeln, wie sie früher in Europa weit verbreitet waren. Diese Rassen bleiben ganzjährig auf der Weide und übernehmen hier die Rolle, die ursprünglich Auerochsen und Wildpferde spielten. Die waren durch ihre Fraßtätigkeit durchaus Landschaftsgestalter. Diese Prozesse der “Naturentwicklung” sollen hier wieder stattfinden.

Doldiger Milchstern

Ende Mai sieht man an einigen Stellen in Lünen diese besonders dekorativen Blüten, z.B. am Lippedamm Richtung Alstedde. Es sind die Blüten des Doldigen Milchsterns. Die Blüten stehen nie alleine, sondern immer in kleinen Gruppen, da die Zwiebeln mit der Zeit viele Brutzwiebeln bilden. Diese Art ist ein sogenannter Archaeophyt, also eine Pflanze, die bei uns nicht ursprünglich heimisch aber schon vor Jahrhunderten eingebürgert ist. Ihre Heimat liegt im westlichen Mittelmeergebiet. Vermutlich wurde sie als Zierpflanze bei uns eingeführt. Heute wächst sie besonders in alten Parkrasen, in Gebüschen usw. Im zeitigen Frühjahr fallen die dichten Horste aus dunkelgrünen Blättern mit einer weißen Mittellinie auf, z. B. entlang der Moltkestraße. Viele dieser Bestände kommen aber nicht zum Blühen.

Hier kann man unsere Forderungen zur Kommunalwahl downloaden:

Forderungen des Naturschutzes.pdf
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