Jahr 2021

Kraniche bekommen kalte "Füße"

Die kalten Temperaturen am 1. Weihnachtstag sorgten bei den Kranichen für Aufbruchstimmung. Der NABU schätzt die Zahl auf rund 10.000 Tiere deutschlandweit. Auch in Lünen konnten ziehende Kraniche beobachtet werden.

Am 25.12. um 10:40 Uhr über Brambauer/Groppenbruch ca. 200 Tiere bei -1 Grad (Windrichtung NO).

Am 26.12. um 11:34 Uhr über Brambauer/Groppenbruch ca. 60 Tiere.

Am 27.12. um 12:00 Uhr über Achenbachstr. in SW-Richtung (Groppenbruch) ca. 200 Tiere nur in ca. 50 m Höhe wegen der fehlenden Thermik.

Text: W. Dickhöfer

Uhu-Beobachtung in Lünen-Alstedde

Eine nicht alltägliche Beobachtung hat Sabine Klemp am 4. Adventssonntag (19.12.21) gemacht. Bei einem nächtlichen Spaziergang in Lünen-Alstedde hörte und sah sie einen Uhu. Der Uhu ist unsere größte heimische Eulenart. Der nächste bekannte Brutplatz befindet sich am Schloss Wilbringen. Mit ziemlicher Sicherheit ist er auch im Cappenberger Wald als Brutvogel vertreten. Er ist nachtaktiv, deswegen bekommt man ihn nur selten zu sehen. Er verrät sich aber durch seinen markanten "Uhu"-Ruf.

Foto: H. Knüwer, Text: M. Scholz

Pflanzengesellschaften in Lünen und Umgebung

14.12.2021 Eine aktuelle Übersicht der Pflanzengesellschaften in Lünen und Umgebung wurde von Volker Heimel erstellt.

Liste der Pflanzengesellschaften

Ergebnisse Apfelsammelaktion 2021

In diesem Jahr hatten wir auf unseren Obstwiesen eine gute Apfelernte. Insgesamt wurden 5.420kg geerntet. Das Ergebnis setzt sich wie folgt zusammen:

2.940kg wurden an den Apfelsammeltagen für die NFG abgegeben, die sie zu Apfelsaft verarbeiten lässt, der in Flaschen auch bei uns erworben werden kann.

2.280kg wurden bei der Fa. Schenk in Herbern gepresst und in 5 Liter-Päckchen gefüllt, die bei uns erworben werden können (siehe weiter unten).

200kg wurden am Bio-Garten verkauft.


Stellungnahme in den RuhrNachrichten am 26.11.21 zur öffentlichen Diskussion um das Waldgebiet auf dem Steag-Gelände und der Umgehungsstraße

Leserbrief des Arbeitskreises für Umwelt und Heimat:


Wald ist in Lünen oft nur ein Störfaktor


Die Konferenz von Glasgow wurde anscheinend von Lünens SPD und CDU nicht wahrgenommen. Beide versuchen sich hier damit zu profilieren, nicht den Klimawandel zu bekämpfen, sondern das Klima möglichst anzuheizen.

Wald ist für beide Parteien in Lünen allzu oft nur ein Störfaktor, der beseitigt werden muss: jetzt auf dem STEAG-Gelände, zuvor bei Stolzenhoff und beim Kleinbecker Park und demnächst auf der Victoriahalde.. Es sei denn… die Waldbeseitigung und Bodenaufbereitung wäre teurer als die Versiegelung. Was zählt, sind immer nur die Kosten.

Klimanotstand in Lünen wird von beiden Parteien so interpretiert, dass man nun endlich mal an zur Zerstörung von Naturschutzgebieten voranschreiten muss. CDU und SPD möchten jetzt durch die nach europäischer FFH-Richtlinie streng geschützte Lippeaue eine Umgehungsstraße bauen. Dabei hat sich die SPD schon einmal eine blutige Nase geholt, als sie in das Naturschutzgebiet Welschenkamp hineinbauen wollte, dann aber unter dem Druck der Öffentlichkeit zurück rudern musste. Hoffen wir, dass sie bei der Lippeaue ebenso scheitert!

In Lünen muss endlich klar sein: Für Bebauung und Versiegelung sind Naturschutzgebiete und Wälder heutzutage Tabuzonen. Es muss rote Linien gegen den Flächenfraß geben, die nicht mehr überschritten werden dürfen.


Willi Dickhöfer für den Arbeitskreis Umwelt und Heimat

Kopfweidenpflege hat begonnen

Auf unserem Grundstück in der Lippeaue wurden die ersten 8 Kopfweiden beschnitten. Nachdem am 26.11. Klaus Papius und sein Enkel Tim Murach die Äste heruntergeholt hatten, gingen am nächsten Tag 14 Aktive mit Elan ans Aufräumen. Wie man sieht mit Erfolg. Text u. Fotos: M. Scholz

Kontrolle der Hohltaubenkästen

Am 23.11. kontrollierten Willi Dickhöfer, Klaus Papius, Achim Pflaume und Manfred Scholz die Nistkästen der Hohltauben. Fotos u. Text: M. Scholz

Hier die Ergebnisse:
In 26 Hohltaubenkästen brüteten 11 Hohltauben erfolgreich. Es gab 2 Zweitbruten. 2 Kästen waren von Meisen und 2 vom Kleiber besetzt. In einem Kasten konnte die brütende Art nicht bestimmt werden. 11 Brutkästen blieben leer.

An der Steag brütete der Gartenrotschwanz wahrscheinlich wieder in der Trauerweide. Von den 5 in der Kopfweidenreihe für den Feldsperling angebrachten Kästen waren 4 von Meisen besetzt. In einem brütete der Feldsperling.

An der Schlossallee gab es 4 erfolgreiche Bruten sowie 2x Zweitbruten. Im Mühlenbachtal waren 7 Hohltaubenpaare erfolgreich. Fotos u. Text: M.Scholz

       

Ort Kästen besetzt leer Bemerkungen
STEAG 6 2 3 Holzbetonkasten 1 Kleiber, Halbhöhle Meise, 4 Kästen Eigenbau, davon in einem Brutversuch der Hohltaube
Schlossallee 5 5 0 4 Hohltauben, 2 Zweitbruten, 1 Kleiber
Mühlenbachtal 1 8 4 4 4 Holzbetonkästen, 3 Hohltauben, 1 leer, 4 Kästen Eigenbau, 1 Meise
Mühlenbachtal 2 5 3 2 Marder aktiv, 2 Hohltauben nur in Kästen mit Marderschutz, in 2 ohne Marderschutz Federn, in einem davon Hornisse, 1 Kleiber
Mühlenbachtal 3 5 3 2 2 Hohltauben, 1 Meise
Gesamt 29 17 11

Die große Reise geht weiter

22.11.2021 Bei den guten Wetterbedingungen zogen heute in der Zeit von 11:00 Uhr bis 14:15 Uhr tausende Kraniche über das Stadtgebiet Lünen. Besonders vom Stadthafen Lünen in Richtung Dortmund konnte Rainer Grabiak die lautrufenden Kraniche beobachten, wie sie zum Teil im Kreis fliegend auf der Suche nach der optimalen Thermik waren.

Update: Am 29. November flogen ca. 50 Kraniche über die Streuobstwiese Achenbachstr. (Brambauer) in Richtung Südwest. Vermutlich die letzten Kraniche in diesem Jahr.

Text: W. Dickhöfer

Nistkastenkontrolle

Am 15.11. kontrollierten Achim Pflaume, Sabine und Dieter Klemp sowie Manfred Scholz die Nistkästen auf unserem Grundstück in der Lippeaue. Überraschend war die starke Zunahme der Kohlmeise auf 27 Brutpaare und die Abnahme des Feldsperlings auf den bisher niedrigsten Stand. Die Ursachen für diesen drastischen Rückgang sind nicht bekannt. Fotos u. Text: M. Scholz

Nistkastenbelegung 2013 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021
Anzahl der Kästen 18 15 18 27 34 35 38 41
leer 3 3 1 5 3 4 4
unbestimmt 1 6 3 3 1 2
Meise 7 5 5 7 11 18 22 27
Feldsperling 8 10 9 13 14 11 11 4
Nest angefangen 1
Hornisse 1
fehl./defekte Kästen 2
neu angebracht 3 9 7 1 3 2

Aktion "Klima Baum"

Der Regionalverband Ruhr rief in diesem Jahr zu einer Obstbaumpflanzaktion unter dem Motto "Klima Baum" auf. Interessierten Bürgern wird dabei ein Obstbaum kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Verteilungspunkt für den Bereich Lünen war am 13.11. unser Bio-Garten in Brambauer. Angeliefert wurden 59 Birnbäume und 3 Apfelbäume. Klaus Papius, Willi Dickhöfer und Dieter Klemp leiteten die Aktion und gaben Pflanz- und Pflegetipps. Bei dieser Gelegenheit wurden neben Infos des AK auch Apfelsaft, Honig und verschiedene Apfelsorten angeboten.                Fotos u. Text: M. Scholz 

Viele Kraniche überfliegen Brambauer

Heute (10.11.2021) war über Brambauer ein großes Rückreisespektakel zu  beobachten. In der Zeit von 12:15 Uhr bis 12:50 Uhr flogen 12 Kranichketten mit über 2.000 Tieren in Richtung Dortmund-Groppenbruch. Ein fantastischer Anblick und die Hoffnung beim Beobachter, dass sie im neuen Jahr ab Februar wieder die Route für die Rückkehr nutzen. Foto und Text W. Dickhöfer

Die Kraniche sind wieder unterwegs

22.11.2021 Über Brambauer um 10:54 Uhr in südweslicher Richtung ca. 200 Kraniche (blauer Himmel, 4 Grad)

08.11.2021 Von Brambauer in Richtung Groppenbruch (Mengede) 70 Kraniche

24.10.2021 Jetzt heißt es wieder "Augen auf", denn die Kraniche nutzen das schöne Wetter für ihre Reise in den Süden. Um 17:20 Uhr  konnte Willi Dickhöfer über Brambauer ca. 200 Kraniche beobachten.


Bereits am 9.10.2021 konnten ca. 200 Kraniche auf ihrem Flug über Wethmar beobachtet werden.

Foto und Text: W.Dickhöfer

Die letzten Äpfel

Am 20. und 21.10 fanden die letzten Apfelsammeltage des Arbeitskreises in Niederaden und im Mühlenbachtal statt. Aus den Äpfeln wird Saft gepresst und der Erlös, der beim Verkauf erzielt wird, dient zur Unterstützung des Naturschutzes. Diesmal stürmte es heftig und immer wieder kamen Schauer auf. Aber der guten Laune tat das keinen Abbruch, wie man sieht.

Fotos und Text: F. Angerstein

Apfelsammelaktion am 7.10.

Heute wurden auf der Obstwiese im Mühlenbachtal Äpfel für den naturtrüben Apfelsaft gesammelt, der auch in Flaschen bei uns am Bio-Garten erhältlich ist. Auch dank der Bienenvölker auf der Obstwiese fällt die Ernte in diesem Jahr gut aus. Wie man sieht schmecken die Äpfel auch lecker.

Baumpflanztag der Schüler

Seit 2004 pflanzen die Schüler der 5. Jahrgangsstufe des Freiherr-vom-Stein- Gymnasiums jedes Jahr im Rahmen eines Wandertages den Baum des Jahres. Unter der fachkundigen Anleitung von Klaus Papius und Klaus Heigis war es eine Stechpalme.

Hier einige Erläuterungen zu der Baumart:

Die Stechpalme oder Hülse (Ilex aquifolia) ist einer der wenigen einheimischen immergrünen Bäume. Sie kommt nur in den westlichen Teilen Europas vor und an wenigen Stellen in Nordafrika. Ihre Verbreitungsgrenze läuft mitten durch Deutschland. Sie wächst nur in den Gebieten, die vom ozeanischen Klima beeinflusst sind.

Sie ist ein kleiner Baum oder auch Strauch, der gern im Schatten wächst, also auch als Unterholz in Wäldern. Die immergrünen stacheligen Blätter sind ein sicheres Erkennungsmerkmal. Allerdings haben in den oberen Kronenbereichen die Blätter keine Stacheln. Sie schützen die Pflanze vor Verbiss durch Pflanzenfresser. Deshalb bildet die Art in alten Hudewäldern oft dichte Bestände, weil anderes Unterholz abgeweidet wurde,

Die roten Beeren, die gerne auch als Schmuck Verwendung finden, findet man nicht an allen Bäumen. Die Pflanze ist nämlich zweihäusig d.h. es gibt Exemplare nur mit männlichen oder nur mit weiblichen Blüten.

Auch in Lünen gibt es in einigen Wäldern große Bestände dieser Art, z.B. im Bereich des Mühlenbachtals in Brambauer. Die Straße "In den Hülsen" dürfte wohl ihren Namen daher bekommen haben. Fotos: D. Klemp, Text: A. Pflaume

Einladung zum

Frauen – Treff


Mittwoch 06.10.2021 von 10.00 bis ca. 12.00 Uhr

In der Alten Kaffeerösterei, Cappenberger Str. 51 Lünen

 

Es geht um

·      Arbeitskreis Umwelt und Heimat – Aktivitäten im Jahresverlauf

·      unsere Interessen und Aktivitäten im Arbeitskreis

·      allgemeiner Gedankenaustausch

 

 

Wir freuen uns auf euch

und hoffen auf eine rege Teilnahme.

Meldet euch bitte an, damit wir besser planen können:

info@sabineklemp.de

 

Viele Grüße

Sabine Klemp

Regina Kesting


Nistkastenaktion

In den vergangenen Jahren gab es bei der Kontrolle der Steinkauzröhren, die in Eichen angebracht waren, Probleme mit dem Eichenprozessionsspinner. Es waren in vielen Fällen keine Kontrollen möglich. Mit einer Nistkastenaktion für Kohlmeisen soll dem entgegengewirkt werden. Viele Städte und auch Vereine haben damit gute Erfahrungen gemacht. Mit unserer Aktion, die am 28.9. von Willi Dickhöfer und Dieter Klemp "Im Geistwinkel" in Nordlünen durchgeführt wurde, hoffen wir ebenfalls auf einen Erfolg. Fotos u. Text: M. Scholz

Efeu

Eine mit Efeu begrünte kleine Mauer kann wichtige Aufgaben erfüllen. Wenn sie wie jetzt im September blüht, lockt sie viele Insekten auch Schmetterlinge an. Am 22. zählte ich über 30 Tagpfauenaugen und Admirale. Die Früchte dienen im Winterhalbjahr vielen Vögeln als Nahrung. Im Frühjahr brüten im dichten Rankengewirr u.a. Amsel und Zaunkönig. Erwähnt werden muss auch ihre Funktion für das Kleinklima sowie der schöne Anblick statt einer nackten Mauer.                               

Fotos u. Text: M. Scholz

Weiterer Einsatz auf einer Obstwiese

Am 18.9. wurde die Obstwiese in Nähe der Schlossmühle in Lippholthausen nach der Mahd abgeharkt. Hier werden im Oktober die Schüler des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums den Baum des Jahres 2021, eine Stechpalme, pflanzen.

Apfelsammelaktion am 13.9.

Der Vierbeiner sollte zum Apfelsammeln angelernt werden. Leider hat es noch nicht geklappt. Die ersten Äpfel hat er gefressen. Umso erfolgreicher waren die anderen Helfer. Die nächsten 5 Liter-Päckchen stehen bald zur Verfügung. Fotos und Text: M.Scholz

Neuer "Bulli" wartet auf seinen ersten Einsatz

Unser alter VW-Bulli aus dem Jahr 2000 ist in die Jahre gekommen und wurde heute am 10.9. ersetzt durch ein Renault trafic, Baujahr 2013, 90 PS, 84.000 km, EURO 4, Anhängerkupplung, Dachträger. Wir hoffen, dass das Fahrzeug genau so zuverlässig zum Einsatz kommt wie der VW-Transporter. Das Kennzeichen weist auf unser Gründungsjahr 1978 hin.

Fotos u. Text: W. Dickhöfer

Neuer Apfelsaft erhältlich

Auch in diesem Jahr lassen wir in Herbern bei der Mosterei Schenk Äpfel von unseren Obstwiesen zu Saft pressen.

Die Äpfel werden erst gesäubert und dann über ein Fließband zur Presse befördert. Der Saft wird dann auf ca. 80 Grad erhitzt und in 5-Literschläuche abgefüllt. Anschließend wird der abgefüllte Saft in Kartons verpackt. Der Naturapfelsaft wird ohne Konservierungsstoffe hergestellt und sollte deshalb nach dem Öffnen innerhalb von 4 Wochen verbraucht werden.

Erhältlich sind die 5-Liter-Kartons für 7 Euro am Bio-Garten in Brambauer. Vorher bitte bei Klaus Papius unter 0171 9131 806 anrufen. Fotos u. Text: W. Dickhöfer

Am 10. Juni 2021 fand der erste Lüner Klimatag statt. Wir als Arbeitskreis für Umwelt und Heimat haben ein Kurzvideo über unsere Tätigkeiten und Forderungen für den zukünftigen Natur-und Klimaschutz in Lünen erstellt und auf der Veranstaltung präsentiert.

hier geht es zum Video

05.09.2021

Unser Vereinsmitglied Jochen Heinrich hat die verkannte Insektengruppe der Schwebfliegen dokumentiert. Die Ergebnisse findet Ihr unter dem Menüpunkt "Tiere und Pflanzen".

Lünen, den 31.08.2021

Stellungnahme des Arbeitskreises Umwelt und Heimat  zur öffentlichen Diskussion um ein bedrohtes Waldgebiet auf dem Steag-Gelände (Nordfläche) am 02.09.2021 in den RuhrNachrichten


Der Rat der Stadt Lünen hat am 11.07.2019 einstimmig ohne Enthaltungen seinen Grundsatzbeschluss zum Klimaschutz gefasst. In der Ziffer 1) des gemeinsamen Antrags heißt es u.a. „Bei allen Entscheidungen im Rat, seinen Ausschüssen, seinen Gremien und der Verwaltung werden die Auswirkungen auf das Klima im Rahmen der Abwägung bevorzugt und Lösungen vorgeschlagen, die sich positiv auf Klima-, Umwelt- und Artenschutz auswirken“.

Mit solchen Aussagen könnten wir als Naturschützer gut leben.

Leider sieht die Realität ganz anders aus. Wir erinnern z.B. an die Abholzungen im Kleinbecker Park und dann im August 2021 an die Zustimmung der SPD+CDU+FDP-Mehrheit für das mögliche Gewerbegebiet „Klöters Feld“.

Der Umweltfrevel geht unverdrossen weiter, denn die SPD und CDU planen die Rodung einer 18.000 Quadratmeter großen Waldfläche auf dem ehemaligen Steag-Gelände (Nordfläche).

Ganz anders wird die Waldfläche im „Entwicklungskonzept Wirtschaftsstandort Lippholthausen 2030“ gesehen. Dort geht man davon aus, dass Hitzebelastungen in Lünen zukünftig vermehrt eine Rolle spielen werden. Betroffen sind besonders die stark versiegelten Bereiche der Industrie- und Gewerbeflächen. Im Hinblick auf solche klimawandelbedingten Veränderungen besitzen vorhandene Grünstrukturen und Frischluftschneisen aufgrund ihrer positiven Effekte eine besondere Bedeutung. Um eine klimagerechte Entwicklung von Industrie- und Gewerbegebieten weiter voranzutreiben, wird im Bericht vorgeschlagen, den Standort des stillgelegten STEAG-Kraftwerkes als Versuchsfeld für eine klimagerechte Nachnutzung zu sehen und diesen unter Berücksichtigung von Klimaschutz und Nachhaltigkeitsaspekten zu entwickeln.

Warum die Mehrheit der SPD und CDU diesem Vorschlag nicht folgen kann, ist für uns unfassbar und steht für eine nicht transparente Entscheidungsfindung. Offensichtlich wird in der GroKo noch immer nach dem Motto gearbeitet: Wir hauen erst einmal möglichst viele gewachsene Bäume um und grübeln später, wo wir neue Bäume pflanzen können.

Mit einer solchen Haltung führt die SPD+CDU-GroKo den von ihr mitgetragenen Antrag ad absurdum. 


Thomas Matthée und Willi Dickhöfer für den Arbeitskreis Umwelt und Heimat

am 02.09.21 in den RuhrNachrichten

Die Apfelernte kann beginnen

28.08.21 Nach der Mahd wurde die Obstwiese im Mühlenbachtal abgeharkt. Das erleichtert das Einsammeln der Äpfel, aus denen anschließend der bekannte Apfelsaft gepresst wird. Die Apfelernte ist in diesem Jahr zwar nicht so üppig, aber zufriedenstellend. Einen großen Anteil haben dabei die auf der Obstwiese aufgestellten Bienenvölker.
Fotos u. Text: M. Scholz


Lünen, den 17.08.2021


​Stellungnahme des Arbeitskreises Umwelt und Heimat zur öffentlichen Diskussion um die Umwandlung der Ackerfläche „Klötersfeld“ in ein Gewerbegebiet am 25.08.2021 in den RuhrNachrichten


 
Der Arbeitskreis für Umwelt und Heimat e.V. (AKUH) ist anerkannter Träger öffentlicher Belange in Lünen.

In dieser Eigenschaft wurde er nunmehr seit Jahrzehnten mit dem Thema Freiraumverbrauch in dieser Stadt beschäftigt. Auch die ca. 100.000 m² große Ackerfläche Klötersfeld wurde seitens der Stadtverwaltung immer wieder als Optionsfläche ins Spiel gebracht. Allerdings wird im eigenen Gewerbeentwicklungskonzept die Fläche für Gewerbe nur als bedingt geeignet erachtet.


Eine Stadt, die sich im Klimanotstand befindet, muss sofort aufhören, weiter in Grünflächen zu bauen, so die Sachverständigen des Klimarats. Sie fordern, dass die Städte:

1. jede weitere Versiegelung von Flächen stoppen müssen, alle Brachflächen und ehemaligen Industriestandorte für Bebauung nutzen sollen und ansonsten neue Wohnungen nur über Innenverdichtung schaffen sollten;

2. endlich damit beginnen müssen, im Inneren zusätzliche Grünflächen zu schaffen und konsequent Dächer und Wände zu begrünen. Dazu gehört das Konzept der "Schwammstadt" für den Hochwasserschutz.


Unabhängig von der Klimafrage sind wir gegen jede Verknappung von Ackerflächen. Auch wenn vielleicht im Moment nicht gerade umweltfreundlicher Mais im Klötersfeld angebaut wird – es muss auf jeden Fall die Möglichkeit erhalten bleiben, im Klötersfeld umweltverträgliche Produkte anzubauen.

Wenn wir einen ökologischen Umbau der Landwirtschaft erreichen wollen, ist die weitere Verknappung der Anbauflächen absolut kontraproduktiv.

Alternativ könnte das Klötersfeld auch aufgeforstet werden, denn in Lünen fehlen Waldflächen, die den Klimawandel mildern können.

Stattdessen steigen wegen der Verknappung der Flächen die Preise für neu zu erwerbende oder zu pachtende landwirtschaftliche Flächen exorbitant.


Der AKUH wendet sich auf Schärfste gegen den erneuten Versuch der HARPEN AG, die Verwaltung und die Politik der Stadt Lünen aus reinen Spekulationsgründen in die Versiegelung der Landschaft zu treiben. Die CDU und die SPD, aber auch die FDP müssen in der nächsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses Farbe bekennen.


Die Wirtschaftsförderung der Stadt Lünen, sofern sie sich nicht bloß mit sich selbst beschäftigt, hat große Dinge vor der Brust, wie die Gewerbe- und Industrieentwicklung in Lippholthausen oder die demnächst leerstehenden Industriehallen von Caterpillar – und sollte die Finger von der Zerstörung des Freiraumes in Lünen lassen.


Hans-Georg Hamelmann und Thomas Matthée für den AK Umwelt und Heimat

am 25.08.21 in den RuhrNachrichten

Schmetterlinge im Garten

Bild 2 Admiral, Bild 3 Zitronenfalter, Bild 4 Distelfalter

Nicht nur im heimischen Garten kann man zu dieser Jahreszeit mehrere Schmetterlingsarten beobachten. Sehr hilfreich dabei ist das von uns empfohlene Bestimmungsbuch "Gaukler der Lüfte". Darin erfährt man alles Wissenswerte über die bei uns vorkommenden Arten. Fotos u. Text: M. Scholz

Welche Pläne hat er?

Vielleicht wäre der Standort als Brutplatz geeignet. Die Störche hätten im nächsten Jahr sicher etwas dagegen. Es könnte auch die gute Aussicht sein, die den Graureiher hierher geführt hat. Fotos u. Text: M. Scholz

Arbeitseinsatz mit Freischneidern


Am 24.8. waren Klaus Papius, Klaus Heigis, Dieter Klemp und Willi Dickhöfer mit Freischneidern auf unserer Obstwiese im Mühlenbachtal aktiv. An Stellen, vor allem unter den Bäumen, kommt man  mit dem Balkenmäher oft nicht gut hin. Hier kommt der Freischneider zum Einsatz. Zudem breiten sich die Brombeeren am Rand stark aus und müssen zurückgeschnitten werden. Foto u. Text: W. Dickhöfer

Nisthilfen für Rauchschwalben

Rauchschwalben gibt es bei uns fast nur noch auf Reiterhöfen, da sie hier die Möglichkeit haben, in die Stallungen zu gelangen. Am Reiterhof im Geistwinkel in Nordlünen ist es noch gegeben. In diesem Jahr brüteten hier 6 Paare. Davon haben 4 ihre Nester frei errichtet und 2 auf angebrachten Brettchen. Da die Schwalben zunehmend das Problem haben, geeignetes Nestbaumaterial zu finden, fallen die frei errichteten Nester manchmal ab und die Brut ist zerstört. Die beiden angebrachten Brettchen verhindern es. Um den Bestand langfristig zu sichern, wollen wir hier zur nächsten Brutzeit weitere Brutbrettchen und künstliche Nisthilfen anbringen. Es wäre sinnvoll, auch weitere Reiterhöfe in unserem Bereich auf das Vorkommen der Rauchschwalbe zu untersuchen und Nisthilfen anzubringen. Foto u. Text: W. Dickhöfer

Arbeitseinsatz am 14.8.


Nach der Mahd wurde die Obstwiese am Haus Overthun in Brambauer von fleißigen Helfern abgeharkt. Die Apfelsammeltage im September und Oktober können nun kommen.

Weißstörche in der Lippeaue



In letzter Zeit kann man in der Lippeaue regelmäßig Weißstörche beobachten. Am 12.8. rasteten in Nähe der STEAG 14 auf einer frisch abgemähten Wiese. Hier konnten sie sicher leichter Nahrung finden. Foto u. Text: M. Scholz

30.7.  "Gaukler der Lüfte"- Die Farbenpracht der Tagfalter



Die  88seitige Farbbildbroschüre "Gaukler der Lüfte" kostet ab sofort 5,00€ statt 9,80€. Die Broschüre kann über den Arbeitskreis bezogen werden.

Auf ausdrucksstarken Fotos werden die 32 Tagfalter der Halde Großes Holz in Bergkamen vorgestellt und mit verständlichen Texten beschrieben.

Arbeitseinsatz am 24.7.

Nachdem die Obstwiese in Niederaden am Spieker am 20.7. gemäht wurde, haben 8 fleißige Helfer sie nun abgeharkt und das Mahdgut am Rand gestapelt. Fotos u. Text: M. Scholz

Nickende Distel in voller Blüte

Auf unserem Grundstück in der Lippeaue gibt es einen großen Bestand der Nickenden Distel. An den Blüten findet man viele Hummeln und Schmetterlinge. Die Samen sind besonders beim Stieglitz beliebt. Text u. Fotos: M. Scholz

Wiesenmahd

Am 20.7. begann die Mahd auf unseren Obstwiesen. Begonnen wurde in Niederaden am Spieker. Klaus Heigis, Willi Dickhöfer und Dieter Klemp waren hier aktiv. Am kommenden Samstag wird alles abgeharkt und am Rand gelagert. Danach können an den Apfelsammeltagen die unten liegenden Äpfel besser eingesammelt werden. Der heutige Tag ist also nur der Auftakt für weitere Aktivitäten in nächster Zeit. Text u. Fotos: M. Scholz

Kleine Flora von Lünen und Umgebung

Volker Heimel hat eine kurze Abhandlung über die Pflanzenwelt Lünens erstellt. Pflanzenfreunde kommen in Lünen auf ihre Kosten.......

Kleine Flora von Lünen und Umgebung



Die Stadt Lünen (NRW) an der Lippe liegt zwischen den Bereichen der Hellwegbörde mit lehmigen Böden und dem Sand-Münsterland. Im Norden der Stadt dominieren die Lippe-Sande.


Pflanzenfreunde kommen in Lünen auf ihre Kosten. Es gibt hier Orchideen wie das Breitblättrige Knabenkraut oder die Breitblättrige Sumpfwurz (Ständelwurz), um 2 Arten dieser Pflanzenfamilie zu nennen. An den Lippe-Deichen wachsen die rosafarbenen Reiherschnäbel und die Gemeine Ackerröte. Eine Wanderung durch den Seepark und den benachbarten Park um Schloss Schwansbell führt zu vielen botanischen Eindrücken. Reichhaltige Bestände aus Buschwindröschen und Bärlauch sind hier zu finden. Aus Gärten wanderten die Hasenglöckchen ein, nahe Verwandte der Blausterne, deren Blüten an das gelbe Scharbockskraut erinnern. Ein kleiner Bestand der Herbstzeitlose wird gehegt und gepflegt. Bei einer Reduzierung der Mahd könnte sich das Wiesenschaumkraut wieder kräftiger entwickeln.


Im Schwansbeller Bach stehen vereinzelt Sumpfschwertlilien während am nahen Teich Wasserlinsen und Waldsimsen wachsen. Auch hier ist eine schonende Mahd erforderlich, um den seltenen Sumpf-Storchschnabel zu bewahren. Ganz versteckt in einer Siedlung im Norden der Stadt wurde der Wiesen-Goldstern gefunden. Ein Relikt aus früherer Zeit ohne Überdüngung.

Zu den kleinen Pflänzchen, die wir oft übersehen, gehören das Frühlings-Hungerblümchen und der Dreifinger-Steinbrech, die beide reichlich auf Industriebrachen vorkommen. Dort ist auch die Mähnengerste als echtes Steppenelement heimisch. Unweit treffen wir auf die Nickende Distel, die wohl traurig ist, dass ihrer Pflanzengattung so wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird, obwohl sie eine große Bedeutung für viele Insekten- und Vogelarten besitzt.


Schauen wir auf alte Bahngleise, so entdecken wir den Unterbrochenährigen Windhalm, die Dachtrespe, das Schmalblättrige Greiskraut, den Stinkenden Storchschnabel und den Purpurstorchnabel, begleitet vom scharfen Mauerpfeffer. Gelb blühende Bestände der aus Amerika stammenden Nachtkerzen gelten als „Neophytenflur“. Sie sind nicht mit dem sogenannten Wollkraut, der Königskerze zu verwechseln.


Auch mit Farnpflanzen geizt Lünen nicht. So wächst an mancher Mauer die Mauerraute und der Braunstielige Streifenfarn, im Schlosspark Schwansbell der Straußfarn und in knapp 1 km Entfernung die Hirschzunge an einem Bahn-damm.

Findet sich am Parkplatz des ehemaligen STEAG-Kraftwerks das Silber-Birnmoos (Bryum), so ziert manche Mauer das Polsterkissenmoos (Grimmia). Viele liegende Baumstämme sind vom Zypressen-Schlafmoos (Hypnum) überzogen und auf einer Industriebrache lebt sogar in feuchten Bereichen das Torfmoos (Sphagnum). Des Weiteren spüren wir im Schlosspark Schwansbell das Sparrige Kranzmoos (Rhytidiadelphus) auf.


Suchen wir nach den urtümlichen Schachtelhalmen, so gibt es davon in Lünen mindestens 5 verschiedene Arten: Acker-Schachtelhalm, Riesen-Schachtelhalm, Sumpf-Schachtelhalm, Teich-Schachtelhalm und Winterschachtelhalm. Ob auch der Waldschachtelhalm hier vorkommt, sollte noch geklärt werden.


Zu den Sauergräsern gehören die Seggenarten, von denen die Große Segge meistens aus Gärten stammt. In den Wäldern treffen wir meistens auf die Winkel- und die Waldsegge. An Teichen und Seen wächst auch die Sumpfsegge, während wechselfeuchte, aber durchlässige, teils austrocknende Böden von der Haar-Segge besiedelt werden. Hier und da treffen wir auf die Hasenpfoten-Segge und an sauren Böschungen auf die Pillensegge. Den Horstmarer See säumt ein Schilf-Röhricht. Auch der Breitblättrige Rohrkolben kommt hier vor. Untergetaucht wachsen dort der Teichfaden, die Kanadische Wasserpest und der Wasser-Hahnenfuß. Im Preußenhafen nebenan fällt das Krause Laichkraut auf.


Da auch die Flechten wegen ihrer Symbiose aus Pilz und Alge Fotosynthese betreiben, können sie sowohl als Bestandteil des Mycobioms gelten, aber auch als echter Bestandteil der Algen-Flora eines Gebietes.

Auffallend sind im östlichen Ruhrgebiet die Gesellschaften des Schönflecks (Caloplacetum) und der Gelbflechte (Xanthoria) auf Steinen und Mauern. Nicht weniger häufig tritt auf Asphalt, Beton Dächern und Mauern die Mauerflechten-Gesellschaft (Lecanoretum) auf. Industriestandorte weisen nicht selten Bestände der Becherflechten (Cladonia) und der Schuppen-Hundsflechte (Peltigera) auf.


Wieder zurück am Wegrand entdecken wir die Stängelumfassende Taubnessel direkt neben der Mäusegerste und vielleicht der Grünen Borstenhirse. Im Seepark blühen im Sommer die Wiesenstorchschnäbel, Wiesen-Flockenblumen und Großen Wiesenknöpfe. Aus Gärten ausgebüxt hat sich der Italienische Aronstab so manches Waldstück erobert, bisweilen neben dem Gefingerten Lerchensporn.


Wir gehen einen trockenen Weg entlang, der aus Haldenmaterial besteht.

Am Rand wächst flächendeckend das Kleine Habichtskraut. In einer Wiese im benachbarten Privatgarten breitet sich das Orangerote Habichtskraut aus, während auf der Begrenzungsmauer das Mauer-Habichtskraut wächst.

Der Weg führt weiter auf einen Parkplatz mit typischer Pflasterritzen-Vegetation. Dort finden wir das Niederliegende Mastkraut und das Frühlings-Hungerblümchen. Der Parkplatz geht in einen unversiegelten Bereich über, den Lebensraum der Gänsefingerkraut-Trittgesellschaft. Noch weiter abseits wächst in wassergefüllten Lehmpfützen und Wagenspuren die Gesellschaft des Knick-Fuchsschwanzes. Den Saum des Parkplatzes bildet ein Bestand der Tauben Trespe.

In der Siedlung sind manche Garagendächer bewachsen von der Grünen Borstenhirse, der Weißen Fetthenne und manchmal von der Tripmadam.


In ein kleines Wäldchen wandert zunehmend der Kirschlorbeer ein, der inzwischen ausreichend hohe Keimtemperaturen vorfindet.

Das angrenzende Feld beherbergt den Zurückgebogenen Amaranth und die Hühnerhirse neben dem Windhalm. Auch der Grünährige Amaranth (A. powellii) wächst hier und dort ebenso wie der Acker-Gauchheil.

Zurück in der Siedlung fallen die blauen Ehrenpreise auf. So der Persische Ehrenpreis, der Efeu-Ehrenpreis und im Scherrasen der Fadenförmige Ehrenpreis, der Feld-Ehrenpreis und der Quendelblättrige Ehrenpreis. Ab und zu ist bei nicht all zu starker Beanspruchung auch der Gamander-Ehrenpreis hier anzutreffen.

Auch die Gemeine Ackerröte ist als früheres Ackerwildkraut in Scherrasen eingewandert und hält sich hier ausdauernd.


 

Volker.Heimel@gmx.de


 


Späte Sperberbrut

Am 30.6. entdeckte Fritz Angerstein in der Nähe des Federnwerkes an der Borker Str. eine späte Sperberbrut. Es könnte sich dabei um ein Nachgelege handeln, wenn der erste Brutversuch aus welchen Gründen auch immer nicht erfolgreich war. Man sieht vom Jungvogel gerade noch das weiße Köpfchen im Nest. 

Paradies für Insekten am Lippedamm

Am Lippedamm an unserem Grundstück steht ein großer Natternkopf-Bestand in voller Blüte. Für Insekten ist es eine gute Quelle, um an Pollen und Nektar zu kommen. Hier kann man die Vielfalt unserer heimischen Arten kennenlernen. 

Foto: A. Pflaume

Vogelarten, die man öfter beobachten kann

Bild 1: Kohlmeise, Bild 2: Blaumeise, Bild 3: Rotkehlchen

Bild 4: Kleiber, Bild 5: Zaunkönig, Bild 6: Buchfink

Bild 7: Star, Bild 8: Bachstelze, Bild 9: Weißstorch             Fotos: J. Heinrich

Nistkastenkontrollen bei Schleiereule, Steinkauz und Turmfalke in vollem Gange

Brutkastenkontrollen in Herbern (Ascheberg) und Selm

 

Am 02. Juni 2021, um 09:30 Uhr, haben sich Paul Pawlowski und Willi Dickhöfer auf den Weg nach Herbern gemacht, um die Steinkauzröhren, Schleiereulen- und Falkenkästen zu kontrollieren.

Das Fahrzeug war mit einer 3teiligen Leiter, Werkzeug und wichtigen Hilfsmitteln (Stirnlampen, Schutzbrillen, Mundschutz, Handschuhen) beladen.

Auf der Fahrt durch die Münsterländer Parklandschaft, geprägt durch landwirtschaftliche genutzte Weiden, Äcker, Streuobstwiesen und regionaltypischen Wallhecken, haben wir die Vielfalt und die Weitsicht genossen. Bei dem sonnigen Wetter ein schönes Erlebnis.

Bereits bei unserem ersten Kontrollpunkt am Himmelskampweg in Herbern konnten wir in einer Scheune sechs Turmfalkeneier in einem Schleiereulenkasten (s. Foto) feststellen.

Ein interessanter Standort ist das Gut Hardenberg. Der Eigentümer bietet dort den Vögeln vielfältige Nistmöglichkeiten an, die jedes Jahr sehr erfolgreich angenommen werden. In der Streuobstwiese konnten wir in der Steinkauzröhre einen brütenden Steinkauz überraschen. Ohne weitere Störungen wurde die Brutröhre wieder verschlossen. Der in der Scheune befindliche Schleiereulenkasten war mit sieben kleinen weißen Schleiereuleneiern und einem Altvogel belegt. Den ebenfalls belegten Turmfalkenkasten konnten wir nicht kontrollieren, weil unsere lange Leiter zu kurz war.

Ein besonderes Erlebnis erwartete uns fast am Ende unserer Kontrollen. Die Steinkauzröhre in einer Streuobstwiese auf einem Bauernhof in Selm war nicht bewohnt, aber in dem Schleiereulenkasten unter dem Dach des Wohngebäudes hielten sich vier junge Steinkäuze auf (s. Foto). Die Natur ist immer wieder für Überraschungen gut!

In 8 Schleiereulenkästen, 7 Steinkauzröhren und 3 Turmfalkenkästen konnten wir 8 Schleiereuleneier und 8 Jungtiere, 4 Steinkauzjunge und zwei brütende Steinkäuze und 12 Turmfalkeneier feststellen.

Der hautnahe Kontakt mit den Tieren hat uns wieder einmal gezeigt, wie wichtig und nötig die künstlichen Nisthilfen in unserer immer stärker ausgeräumten und versiegelten Landschaft sind. Natürliche Brutstätten für unsere Steinkäuze, Schleiereulen und Turmfalken sind mittlerweile Raritäten!

Fotos u. Text: W. Dickhöfer


Jungstörche entwickeln sich prächtig

In jedem Jahr seit 2019 zog das Storchenpaar in der Lippeaue jeweils 2 Junge groß. Auch in diesem Jahr werden die beiden Jungvögel sicher flügge. Sie sind mittlerweile schon kräftig gewachsen und von der Größe der Altvögel nicht mehr weit entfernt. Fotos u. Text: M. Scholz

Beringter Weißstorch


Seit dem Jahr 2019 brütet in Lünen Alstedde ein Paar Weißstörche. In diesem Jahr achteten wir erstmalig darauf, ob die Vögel beringt sind: Ein Vogel ist beringt, der andere nicht. Allerdings wissen wir nicht, ob es das Männchen oder Weibchen ist. Auf einem Foto ließ sich die Ringnummer ablesen: 5T 778. Falko Prünte meldete das an die Vogelwarte Helgoland. Heute kam die Antwort: Der Vogel wurde am 21.06.2016 als nicht voll flugfähiger Jungvogel in Datteln beringt. Er stammt also aus der unmittelbaren Umgebung. 

Foto: M. Scholz, Text: A. Pflaume

Uferschwalben brüten zahlreich

Auch in diesem Jahr brüten wieder wie im Vorjahr mindestens 40 Uferschwalbenpaare in unserer Steilwand an der Lippe. Der Fuchs war keine große Gefahr für die Uferschwalben. Er hatte eine fettere Beute gemacht. Ein Kaninchen war sein Opfer. Fotos u. Text: M. Scholz

Wanderfalken brüten erfolgreich

In diesem Jahr brüteten beide Wanderfalkenpaare in Lünen erfolgreich. An der Marienkirche konnten 4 Jungvögel durch Beringer, die landesweit tätig sind, beringt werden. Am Kraftwerk Trianel brüteten die Wanderfalken in dem Ende 2020 an der STEAG abgebauten und bei Trianel neu installierten Brutkasten sofort erfolgreich. Hier wurden 2 Jungvögel beringt. Nähere Angaben findet man im Archiv. Fotos u. Text: M. Scholz

Stadtverband für Heimatpflege pflanzt den Baum des Jahres


Seit dem Jahr 2018 pflanzt der Stadtverband für Heimapflege unter der Leitung des Vorsitzenden Horst Störmer am 25.4., dem "Tag des Baumes", den "Baum des Jahres". In diesem Jahr war es eine Stechpalme (Ilex), die am Cappenberger See gepflanzt wurde. Vom Arbeitskreis war Jochen Heinrich beteiligt.

Auch der Arbeitskreis wird wie in den vergangenen Jahren auch in diesem Jahr zusammen mit dem 5. Jahrgang des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums nach den Sommerferien den Baum des Jahres pflanzen. Bild: H. Störmer

Frühlingsimpressionen im Schlosspark Schwansbell

Bild 1: Bärlauch, Bild 2: Gefleckter Aronstab, Bild 3: Singdrossel, Bild 4: Zilpzalp

Bild 5: Aurorafalter (m), Bild 6: Aurorafalter (w ), Bild 7: Kopulation, Bild 8: Faulbaum Bläuling

Bild 9: Steinhummel, Bild 10: Wollschweber,  Fotos: J. Heinrich

Neuer Höchststand bei den Graureiherbruten


In diesem Jahr ist ein Rekordergebnis zu verzeichen. Achim Pflaume zählte 23 Brutpaare. Im vorigen Jahr waren es 14 und im Jahr 2019 erst 5 Brutpaare (sieheTabelle weiter unten). Bei diesem Vergleich wird erst die deutliche Steigerung deutlich. 

Foto und Text: M. Scholz

Nachwuchs bei den Störchen


Auch in diesem Jahr scheint es eine erfolgreiche Brutsaison für die Störche in der Lippeaue zu geben. Am 24.4. entdeckte Achim Pflaume im Nest zwei Jungvögel. In nächster Zeit wird sich herausstellen, ob es vielleicht noch mehr werden können. 

Foto und Text: M. Scholz

Neues Logo und Zaunreparatur

Auf unserem Bully leuchtet unser neues Vereinslogo. Am 17.4. wurden auf unserem Grundstück in der Lippeaue die Zäune ausgebessert. Dabei war vor allem Handarbeit gefragt.

Fotos: S. Klemp

Saatkrähen brüten wieder in Lünen

Nachdem 1993 die letzte Brutkolonie in Lünen erloschen war, brüteten seitdem keine Saatkrähen mehr auf dem Stadtgebiet. Im Jahr 2020 wurden in der Lippeaue Saatkrähen beobachtet, die ihre Jungen fütterten. Irgendwo im Umkreis musste also der Brutplatz sein. Den entdeckte in diesem Jahr Sabine Klemp. Eine kleine Kolonie mit 14 Brutpaaren befindet sich an der Moltkestr. in Nähe der Gaststätte "Zum Hubertus". Von 1993 bis 2000 gab es im Kreis Unna keine Brutkolonien mehr. Erst danach siedelten sie sich wieder im Südkreis an. Wir mussten in Lünen lange warten bis eine erneute Besiedlung erfolgte.

Fotos und Text: M. Scholz

Beobachtungen auf dem Lippedamm in Alstedde


Das warme und sonnige Wetter am 20.4. sorgte nicht nur bei den Menschen für Bewegung.

So gingen beispielsweise die Hochlandrinder baden, der Aurorafalter, die Schwanzmeise und Kaninchen auf Nahrungssuche, die Kohlmeise pflegte intensiv ihr Gefieder und nur die Störche kümmerten sich um das Brutgeschäft. Text und Fotos: W. Dickhöfer

"Unkraut" am Straßenrand

Es werden sicher bald Beschwerden von Anwohnern an das Grünflächenamt der Stadt über den ungepflegten Straßenrand erfolgen. Ich freue mich über die Überlebensstrategie des Löwenzahns und viele Insekten sicher auch.

Fotos und Text: M. Scholz

An der Lippe gibt es Biber

Auch in Lünen leben wieder Biber! Während dieser Rückkehrer sich schon vor Jahren im Kreis Soest und in Hamm an den Lippe-Ufern angesiedelt hat, gelang nun auch der Nachweis für das Lüner Gebiet. Hier findet man an ungestörten Uferabschnitten die typischen Nagespuren und gefällte Bäume.

Fotos: M. Scholz, Text: A. Pflaume

Außergewöhnlicher Brutplatz

Während einer Rotphase vor einer Ampelkreuzung beobachtete ich am 3. April eine Blaumeise, die plötzlich im Ampelmast verschwand. Das eigenartige Verhalten weckte meine Neugier und ich ging mit meiner Kamera in Position.

Nach wenigen Minuten tauchte die Blaumeise wieder auf und verschwand im Ampelmast. Offensichtlich hat sie hier ein Quartier gefunden und nutzt dieses als „Bruthöhle“.

Text und Fotos: W. Dickhöfer

Anbringen einer Steinkauzröhre

Am 1.4. brachten Dieter Klemp und Willi Dickhöfer eine Steinkauzröhre auf einer Obstwiese in Herbern an. Hier brütet seit mehreren Jahren der Steinkauz in einer mittlerweile morschen und sehr feuchten Röhre. Die Neue hatte Reiner Homann gebaut. Jetzt wird sich der Steinkauz sicher wohler fühlen.  Fotos: D. Klemp

Obstbaumschnitt

Im März wurde in den Obstwiesen  im Mühlenbachtal an einigen Obstbäumen ein Verjüngungsschnitt durchgeführt. Ziel ist es, durch den Baumschnitt wieder eine gut belichtete und durchlüftete Baumkrone und die ausgewogene Entfaltung von Leitästen und Stammverlängerung zu gewährleisten. Bei älteren Bäumen kann die Arbeit schon einmal mehrere Stunden dauern. 

"Grundsätzlich kann in der Vegetationsruhe von Ende Oktober bis etwa April (außer bei Frösten unter -4 °C) geschnitten werden. Ausnahmen bildet das Steinobst. Süßkirschen aber auch Pflaumen und Zwetschgen können bereits nach der Ernte ausgelichtet werden" so der Kreis Unna in seiner Broschüre Obstwiesen (Ratgeber für Anlage, Unterhaltung und Pflege). 

Foto und Text: W. Dickhöfer

Vielversprechender Start

Auch in diesem Jahr stehen wohl die Chancen für eine erfolgreiche Brut gut. Fotos: M. Scholz

Konkurrenz bei den Störchen

Da zeigte noch ein anderer Interesse am Neststandort. Das etablierte Paar blieb aber hartnäckig und hatte damit letztendlich Erfolg. Nun kann man bald mit dem Brutgeschäft beginnen.

Fotos und Text: W. Dickhöfer

Reges Treiben in der Graureiherkolonie


In der Graureiherkolonie in Lünen herrscht reges Treiben. Die Zahl der Brutpaare hat gegenüber den Vorjahren deutlich zugenommen. Über die endgültige Zahl lässt sich noch nichts sagen, da wohl noch weitere Paare bauen werden.

Foto und Text: A. Pflaume

Die Graureiherkolonie besteht vermutlich seit 2013. Sie wurde von A. Pflaume entdeckt, der sie jährlich zählt.



2013  verm.

2014      1

2015      4

2016      3

2017      2 

2018      3

2019      5

2020    14

2021    23

Schnadegangstation wieder instand gesetzt

In Lünen wurde Anfang der 90-ger Jahre die alte Tradition des Schnadeganges wieder belebt. Damit wurden die Grenzen von Gemeinden gemeinsam auf ihre Korrektheit überprüft. Im Jahr 1998 fand der Schnadegang zwischen Lünen und Waltrop statt. Viele Teilnehmer sowie die Bürgermeister nahmen daran Teil. Der aufgestellte Grenzpfahl mit dem Hinweisschild wurde leider zwischenzeitlich zerstört. Horst Störmer, der Vorsitzende des Stadtverbandes für Heimatpflege und Initiator, hat für Ersatz gesorgt. Der Arbeitskreis übernahm die Kosten und Klaus Papius sowie Klaus Heigis die Wiedererrichtung.

Fotos: K. Heigis, Text: M. Scholz

Kraniche ziehen

Am 28.2. beobachtete Willi Dickhöfer um 16.30 Uhr und 17:00 Uhr insgesamt ca.600 nach Nord-Ost in ihre Brutgebiete ziehende Kraniche. Es ist immer eine besonderes Erlebnis, die ruffreudigen Vögel ziehen zu sehen.

Fotos und Text: W. Dickhöfer

Wanderfalke muss umziehen

Bisher brütete der Wanderfalke in einem Nistkasten am Schornstein der STEAG. Da das Kraftwerk abgerissen wird, muss er sich einen anderen Nistplatz suchen. Mitglieder der AG Wanderfalkenschutz des NABU NRW haben einen neuen Brutkasten am Trianel-Kraftwerk angebracht. Wir hoffen, dass er das neue Domizil annimmt. Beobachtet wurde er schon in der näheren Umgebung.

Fotos und Text: M. Scholz

Erdkröten wandern

Schon am ersten Kontrolltag nach dem Aufbau des Zaunes waren 11 Erdkrötenmännchen in den Eimern. Am zweiten Tag fand Achim Pflaume 4 Männchen und das erste mal 2 Weibchen sowie einen Grünfrosch.

Fotos und Text: M Scholz

Die täglichen Kontrollen an der Brunnenstr. ergaben folgende Ergebnisse:

               

                 Erdkröten Grünfrosch Bergmolch

24.2.                    11                                         


25.2.                      6              1


26.2.                    40                                                         


27.2.                      1


28.2.                      0


01.3.                      0

02.3.                      0

03.3.                      0

04.3.                      3

05.3.                      2

06.3.                      0

07.3.                      0

08.3.                      0

09.3.                      0

10.3.                      0

11.3.                      5

12.3.                      1

13.3.                      0

14.3.                      1

zur Zeit wegen der tiefen Nachttemperaturen keine Wanderung

21.3.                      1

22.3.                      0

23.3.                      1

24.3.                      4

Die zweite Reisewelle hat begonnen.

25.3.                    43

26.3.                    72                                  1   

27.3.                    32               4

28.3.                      2

29.3.                    13

30.3.                      9               1

31.3.                      7               1

01.4.                      3

02.4.                      5                                   1

03.4.                      0

Es wird zu kühl. Die Erdkröten werden wohl eine Pause einlegen oder die Wanderung ist beendet.

11.4.                      1                                   1  Das war wohl nicht der Beginn der dritten Welle.

12.4.                      0

13.4.                      1   Das Erdkrötenweibchen wollte noch schnell vor dem Abbau gerettet werden.


Am 13.4. wurde der Zaun abgebaut. Insgesamt wurden 264 Erdkröten, 7 Grünfrösche und          3 Bergmolche eingesammelt.       

       

Erdkröten können gefahrlos wandern

Ab dem 23.2. können die Erdkröten wieder mit ihrer Wanderung an der Brunnenstraße gegenüber der Schlossmühle ihre Wanderung beginnen. 9 fleißige Helfer haben an der viel befahrenen Straße den Schutzzaun errichtet. Die eingegrabenen Eimer werden täglich kontrolliert und die Kröten sicher zu ihrem Laichgewässer gebracht.

Fotos und Text: M. Scholz

Der erste Storch ist wieder da!

Am 19.2. sah Achim Pflaume den ersten Heimkehrer in der Lippeaue an unserem Grundstück. Er nahm sofort seinen alten Neststandort auf dem Hochsitz ein. Hoffentlich übersteht auch der Partner den Rückflug unbeschadet. Danach steht einer weiteren Brut eigentlich nichts mehr im Weg.

Fotos: A. Pflaume, Text: M.Scholz

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